Zur Kundgebung am Rande des Ulmer Münsterplatzes stellten die Demonstranten Schachteln in Form von kleinen Särgen auf, symbolisch für die im Gaza-Streifen getöteten Kinder. Sie riefen immer wieder "shut Elbit down" (schließt Elbit) und "free palestine" (freies Palästina). Sie forderten ein Ende des Völkermordes, der in Gaza stattfinde und ein Ende der Waffenlieferungen auch aus Deutschland an Israel.
Die Polizei hat die Demonstration mit einem großen Aufgebot begleitet. Laut einem Sprecher verlief die Veranstaltung friedlich.
Die Demo gehörte zu einer fünftägigen Protestaktion gegen den Rüstungskonzern. Seit Mittwoch campieren Aktivistinnen und Aktivisten auch von weiter her vor einem der beiden Standorte von Elbit in Ulm. Auf dem Zeltgelände seien bis Freitagabend 150 Teilnehmende zusammengekommen, so die Organisatoren.
Bereits am Vormittag hat es auf dem Münsterplatz in Ulm eine nicht angemeldete Demonstration gegen das militärische Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza gegeben. Aktivisten kletterten auf Fahnenmasten vor dem Ulmer Münster und entrollten ein Transparent, auf dem die Schließung der Rüstungsfirma Elbit gefordert wird. In Gaza werde Völkermord begangen, der mit der Produktion von Waffen beginne, so die Auffassung der Demonstrierenden. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben ein Anti-Konfliktteam im Einsatz und löste die Demo auf. Es sei friedlich geblieben.
Elbit äußert sich zurückhaltend
Das Unternehmen Elbit Systems Deutschland hat zu den Protesten mitgeteilt, es stehe seit Jahrzehnten auf dem Boden des Grundgesetzes, das die Versammlungsfreiheit und die freie Meinungsäußerung in besonderem Maße schützt. Die in Ulm hergestellten Produkte würden der Bundeswehr zur Verfügung gestellt. Man arbeite eng mit der Polizei zusammen, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.