Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich vor wenigen Minuten erstmals zu den Wahl-Ergebnissen seiner Partei bei der Europawahl geäußert - und von einer "saftigen Niederlage" gesprochen. "Wir konnten uns hier im Land nicht vom Bundestrend abkoppeln. Der negative Sog hat sich in den vergangenen Monaten immer weiter verstärkt und reißt uns mit", so der 75-Jährige. Das Stand-Land-Gefälle bei den Grünen sei sehr erheblich. Kretschmann mache drei Gründe dafür verantwortlich: Die Arbeit der Ampel in Berlin, die sich verändernde Themenlage und eine "zunehmende Skepsis, ob Grüne die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit haben." Man müsse in dieser Lage entscheiden, ob man Bündnispartei oder Millieupartei sein wolle, so der Landeschef weiter. "Ich empfehle natürlich den Kurs der Bündnispartei, nämlich Mehrheiten jenseits der Stammwählerschaft suchen", so Kretschmann.
"Das schmerzt" Kretschmann nennt Gründe für "saftige Niederlage" der Grünen bei Europawahl
Ministerpräsident Kretschmann hat sich erstmals zu den Ergebnissen der Grünen geäußert und eine "saftige Niederlage" eingeräumt. Die Gründe dafür sieht er unter anderem in Berlin.