Top-Manager großer börsennotierter Unternehmen verdienen in den meisten Fällen mehrere Millionen Euro im Jahr. Das haben Top-Manager in Baden-Württemberg 2025 verdient:
- Christian Klein, SAP
- Ola Källenius, Mercedes-Benz
- Dominik von Achten, Heidelberg Materials
- Oliver Blume, VW und Porsche
- Thomas Olemotz, Bechtle
- Daniel Grieder, Hugo Boss
- Karin Rådström, Daimler Truck
Christian Klein - SAP
Insbesondere die gute Entwicklung des Aktienkurses hat Christian Klein ein sattes Gehalt eingebracht. Der Chef des Softwarekonzerns SAP verdiente im vergangenen Jahr gut 16,2 Millionen Euro. Rund 90 Prozent davon gehen auf erfolgsabhängige Boni zurück. 2024 hatte Klein noch fast 19 Millionen Euro verdient - und war dadurch zum Spitzenverdiener unter den Dax-Vorstandschefs aufgestiegen. 2025 stieg der Umsatz des Konzerns um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdoppelte sich der Gewinn auf 7,5 Milliarden Euro. Dennoch litt die SAP-Aktie zuletzt unter der Sorge, das Geschäftsmodell könnte durch Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend gefährdet sein.
Ola Källenius - Mercedes-Benz
Das durchwachsene Geschäftsjahr 2025 bei Mercedes-Benz hatte auch Folgen für Vorstandschef Ola Källenius: Der Chef des Stuttgarter Autobauers erhielt 2025 rund 8,8 Millionen Euro - nach rund 12,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von etwa 30 Prozent. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich mit der niedrigeren variablen Vergütung erklären, die an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt ist. Bei Mercedes war der Gewinn 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen.
Dominik von Achten - Heidelberg Materials
Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat sich 2025 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gut behauptet. Das gilt auch für das Gehalt vom Vorstandschef Dominik von Achten. Er verdiente 8,7 Millionen Euro - etwa genauso viel wie ein Jahr zuvor. Heidelberg Materials ist eines der größten Baustoffunternehmen der Welt. Trotz teilweise rückläufiger Absatzmengen legte der Umsatz um gut ein Prozent auf knapp 21,5 Milliarden Euro zu.
Oliver Blume - Volkswagen und Porsche
Für seine zwei Jobs an der Spitze von Volkswagen und Porsche erhielt Oliver Blume im vergangenen Jahr insgesamt gut 7,4 Millionen Euro. Davon kamen etwa 1,9 Millionen Euro von Porsche. Die Summe umfasst neben dem Grundgehalt auch die Altersvorsorge und langfristige Zahlungen, unter anderem für den Porsche-Börsengang. 2024 hatte Blume noch rund drei Millionen Euro mehr verdient. Seit Jahresbeginn konzentriert er sich auf den Chefposten bei Volkswagen, in Stuttgart-Zuffenhausen hat Michael Leiters übernommen.
Thomas Olemotz - Bechtle
Bechtle rüstet Behörden und Gewerbekunden vor allem aus dem Mittelstand mit Computern und Netzwerkgeräten und der dazugehörigen Software aus. Die Vergütung von Konzernchef Thomas Olemotz stieg im vergangenen Jahr um rund 18 Prozent auf 5,87 Millionen Euro. Grund dafür sind höhere Boni.
Nach einer längeren Durststrecke hatte Bechtle 2025 wieder etwas zugelegt - vor allem im vierten Quartal. Der Gesamtjahresumsatz legte um rund zwei Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu.
Daniel Grieder - Hugo Boss
Auch beim Vorstandschef des Modekonzerns Hugo Boss blieb im vergangenen Jahr etwas weniger hängen. Daniel Grieder verdiente 5,27 Millionen Euro - ein Zehntel weniger als ein Jahr zuvor. Erklären lässt sich das insbesondere mit einem niedrigeren Langfristbonus, dessen Höhe sich unter anderem an der Aktienkursentwicklung bemisst. Der MDax-Konzern aus Metzingen bei Tübingen hatte im vergangenen Jahr die schwache Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommen. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 4,27 Milliarden Euro. Den Gewinn hat der Modekonzern aber dank Einsparungen steigern können.
Karin Rådström - Daimler Truck
Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström hat im vergangenen Jahr mehr verdient - und das trotz eines Gewinneinbruchs. Rådström erzielte 2025 eine Gesamtvergütung von 3,2 Millionen Euro. 2024 hatte sie noch 2,85 Millionen Euro verdient. Das entspricht einem Plus von rund 13 Prozent. Der Anstieg lässt sich vor allem mit einem deutlichen Plus beim Grundgehalt erklären. Es stieg von rund 813.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro. Die variable Vergütung sank hingegen leicht.