Vergangene Woche wurde der Ludwigshafener Zugbegleiter Serkan Çalar in einem Regionalexpress getötet. Seitdem gibt es deutschlandweit Diskussionen über die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln.
36-Jähriger lebte in Ludwigshafen Familie des getöteten Zugbegleiters: "Verlust wiegt unermesslich schwer"
Die Tat sorgt für Entsetzen: Serkan Çalar, Zugbegleiter aus Ludwigshafen, wird bei einer Ticketkontrolle so massiv mit Schlägen traktiert, dass er stirbt. Jetzt meldet sich seine Familie zu Wort.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz kommen Straftaten in Bussen und Straßenbahnen in der Vorder- und Südpfalz selten vor. Im Jahr 2024 gab es 101 Straftaten in diesen Verkehrsmitteln, teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz auf Nachfrage mit.
Polizei: Gewalttaten im ÖPNV nur geringer Teil an allen Straftaten
Seit 2020 erhebt die Polizei Zahlen zu den Tatörtlichkeiten "ÖPV-Schienenfahrzeug" und "ÖPV-Bus", also in Bussen und Straßenbahnen. In den vergangenen Jahren blieb die Anzahl an Straftaten stabil. Insgesamt gab es in unserer Region in dem Jahr knapp 60.000 Straftaten - mit 101 Straftaten hat Gewalt im ÖPNV somit nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamtzahl.
Mehr Bodycams in Zügen Tödliche Attacke auf Zugbegleiter Serkan C. - Mehr Personal und Sicherheit gefordert
Die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter im Kreis Kaiserslautern sorgt für Entsetzen. Von vielen Seiten werden nun mehr Personal und bessere Sicherheitsvorkehrungen verlangt.
Einfache Körperverletzungen kommen am häufigsten vor
Der größte Teil der Straftaten in Bussen und Straßenbahnen sind laut Statistik der Polizei einfache Körperverletzungen, darunter können zum Beispiel ein Schlag ins Gesicht, Tritte oder Ohrfeigen fallen. Solche Straftaten kamen im Jahr 2024 insgesamt 47 Mal in unserer Region vor. In 22 Fällen kam es zu Bedrohungen im ÖPNV.
Gewalttaten in Regionalbahnen und an Bahnhöfen sind bei diesen Zahlen nicht mit einberechnet. Die Bundespolizei, die hierfür zuständig ist, konnte dem SWR dazu keine konkreten Zahlen nennen.