Die deutsche Wirtschaft erholt sich nur schleppend. Geopolitische Krisen, insbesondere der Konflikt im Nahen Osten, und hohe Energiepreise bremsen das Wachstum. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bewerten über drei Viertel der pfälzischen Handwerksbetriebe ihre Situation als stabil oder verbessert. Besonders gut schlägt sich das Baugewerbe, während Handwerker, die für Unternehmen arbeiten, deutlich pessimistischer sind. Hier meldet ein Drittel eine Verschlechterung.
Steigende Preisen belasten Unternehmen in der Pfalz
Steigende Einkaufspreise belasten die Betriebe. Über 82 Prozent berichten von höheren Kosten, vor allem im Nahrungsmittel- und Gesundheitsbereich. Allerdings können viele Unternehmen diese Kosten nur schwer an ihre Kunden weitergeben. Das schmälert ihren Gewinn. Die Lage dürfte sich weiter zuspitzen, weil sich die Energiepreise wegen des Nahostkonflikts kaum entspannen, befürchtet die HWK.
Keine Investitionen, aber Personalabbau geplant
Viele Handwerksbetriebe halten sich deshalb auch bei Investitionen zurück. Fast die Hälfte hat ihre Ausgaben reduziert. Auch beim Personal bleibt die Lage angespannt. Zwar bleibt der Großteil der Beschäftigtenzahlen stabil, doch 15 Prozent der Betriebe planen Entlassungen. Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Druck verstärken sich gegenseitig.
Zukunftsaussichten sind getrübt
Knapp 82 Prozent der Betriebe gehen von einer stabilen oder verbesserten Geschäftslage aus. Doch der Anteil der pessimistischen Stimmen wächst. Besonders Betriebe, die andere Unternehmen beliefern, blicken besorgt in die Zukunft.
Handwerk, BASF, Daimler Truck und KSB Welche Auswirkungen hat Iran-Krieg auf Unternehmen in der Pfalz?
Der Krieg im Nahen Osten sorgt weltweit für Unsicherheit – auch in der Pfalz. Die Handwerkskammer befürchtet, dass steigende Energiekosten Betriebe in der Region treffen.
HWK Pfalz wünscht sich dringend Rformen
Die Handwerkskammer fordert gezielte Hilfen, wie Investitionsprogramme, Steuererleichterungen und niedrigere Energiekosten, um die Betriebe zu entlasten. Ohne diese Maßnahmen droht nicht nur der Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch langfristige Schäden für die regionale Wirtschaft, heißt es von der HWK.