Drei Schüler im Alter von 13 und 15 Jahren sollen Ende Januar an mehreren Tagen Reizgas im Gebäude der Karolina-Burger Realschule plus versprüht haben. Durch die Reizgas-Attacke wurden insgesamt 40 Schüler und Lehrer verletzt.
Verdacht der gefährlichen Körperverletzung Drei Einsätze in Folge an Karolina-Burger-Schule in Ludwigshafen: Zwei Jugendliche gefasst
Nach dem dritten Reizgas-Vorfall an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen innerhalb von drei Tagen hat die Polizei am Mittwoch zwei Tatverdächtige ausgemacht.
Kritik einer Lehrkraft
Die drei Schüler wurden nun von der Schule ausgeschlossen - und zwar für immer, bestätigte eine Lehrkraft dem SWR, die anonym bleiben will, auf Anfrage.
Weiter schreibt die Lehrkraft: "Wenn das multiprofessionelle Team (Schulsozialarbeit) gut funktionieren würde und ein Maßnahmenkatalog konsequent umgesetzt würde, [...] wäre der Reizgasanschlag wahrscheinlich nicht passiert."
Stadt weist Vorwürfe zurück
Die Stadt weist diesen Vorwurf deutlich zurück. Sie schreibt, die Schulsozialarbeiter der Stadt arbeiteten seit vielen Jahren vertrauensvoll und mit großem persönlichen Einsatz mit den Schulleitungen und Lehrkräften zusammen, um den Schülern bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten.
Die Schulsozialarbeiter*innen der Stadt arbeiten seit vielen Jahren vertrauensvoll und mit großem persönlichen Einsatz zum Wohl der Schüler*innen mit den Schulleitungen und Lehrkräften zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, den Schüler*innen bestmögliche Entwicklungschancen zu eröffnen.
Stadt Ludwigshafen: Schulsozialarbeit hat hohen Stellenwert
Wie wichtig die Stadt die Schulsozialarbeit nehme, zeige auch die Tatsache, dass dieses Angebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Allein in den vergangenen fünf Jahren habe die Stadt Ludwigshafen elf neue Stellen geschaffen.
Mittlerweile gebe es rund 31,5 Stellen für die Schulsozialarbeit an allen allgemeinbildenden Schulen. Ergänzt würden diese Angebote durch weitere Leistungen, wie die soziale Gruppenarbeit an Schulen, die ebenfalls durch das Stadtjugendamt Ludwigshafen finanziert würden. Allein die Karolina-Burger-Realschule plus profitiere in einem Umfang von mehr als 700.000 Euro jährlich davon, so eine Sprecherin.
"Schulsegen" hängt schief Ludwigshafen: Offizielle Beschwerden über Schulleiter der Karolina-Burger-Realschule plus
Die Karolina-Burger-Realschule plus kommt nicht zur Ruhe: Erst gab's ständig Amokalarme und Feuerwehreinsätze. Jetzt gibt es Dienstaufsichts-Beschwerden gegen den Schulleiter.
ADD will sich nicht äußern
Die Schulaufsichtsbehörde (ADD) teilte dem SWR auf Anfrage nach den Konsequenzen für die drei Schüler mit, dass "Ordnungsmaßnahmen umgesetzt worden sind". Genauere Informationen gab es von der Behörde nicht. Die Rheinpfalz hatte zuerst über den Schulausschluss berichtet.
40 Schüler und Lehrer verletzt Karolina-Burger-Realschule Ludwigshafen: Strafe für Schüler nach Reizgas-Attacken
Die Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen hat drei Schüler bis auf weiteres vom Unterricht ausgeschlossen. Sie sollen Reizgas in der Schule versprüht haben.
Als erste Strafe vom Unterricht suspendiert
Bereits vor einem Monat wurden die drei Jungen bis auf weiteres vom Unterricht an der Realschule plus in Ludwigshafen suspendiert. Schon zu diesem Zeitpunkt seien mehrere Maßnahmen gegen die drei Schüler in Vorbereitung gewesen, teilte die ADD mit.