Im vergangenen Jahr kam der öffentliche Hilferuf, denn dem Kinderpalliativteam Mainz drohte das Aus. Bis dato hatte das Team immer vier Pflegekräfte, erzählt Carola Weber, die ärztliche Leiterin im Team.
Im Laufe des vergangenen Jahres hätten dann mehrere Pflegekräfte aus ganz unterschiedlichen Gründen überraschend das Team verlassen. "Ein so kleines Team funktioniert natürlich nur, wenn alle anwesend sind und wir konnten nicht so schnell nachrekrutieren", erinnert sich die Ärztin.
Werbetrommel für das Kinderpalliativteam
Also hat Carola Weber im vergangenen Jahr gemeinsam mit Ihrem Team neue Pflegekräfte gesucht und auf die Situation des Kinderpalliativteams aufmerksam gemacht - zum Beispiel in den sozialen Medien.
Und das hat funktioniert. "Seit Anfang April sind wir wieder vier Pflegekräfte", erzählt Carola Weber erleichtert. Die letzten Wochen und Monate seien ein Kraftakt für das Team gewesen.
24 Stunden für Familien im Einsatz
Das Team ist für die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien bei Fragen rund um die Uhr erreichbar. Betreut werden zum Beispiel Kinder und Jugendliche mit genetischen oder mit Krebs-Erkrankungen.
Beratung und Hilfe zu Hause
Die Pflegekräfte des Palliativteams beraten die Eltern oder den jeweiligen Pflegedienst vor Ort und schulen sie. "Sie geben Wissen weiter und helfen den Eltern einen Blick für das eigene Kind zu bekommen und Dinge einschätzen zu können", erklärt Carola Weber.
Die Erleichterung ist natürlich sehr groß. Wir haben einen großen Kraftakt die letzten Wochen und Monate hinter uns gebracht.
Hilfe für Familien mit kranken Kindern Neues Kinder-Palliativteam für die Region Trier
In der Region Trier können sterbenskranke Kinder und Jugendliche nun zuhause versorgt werden. Seit Anfang November gibt es am Standort Hermeskeil ein Kinder-Palliativ Team.
Zuhause statt Krankenhaus
Durch das Palliativteam können viele Kinder zu Hause versorgt werden und bei ihren Familien bleiben, anstatt lange Zeit im Krankenhaus verbringen zu müssen. Aktuell kümmert sich das Team aus Mainz um 25 Patienten und Patientinnen. Dafür sind die Pflegekräfte, Ärzte und Ärztinnen von Mainz über Bad Kreuznach und den Kreis Rhein-Hunsrück bis in den Donnersbergkreis im Einsatz.
Eltern der kranken Kinder erleichtert
Auch die Eltern seien natürlich erleichtert, sagt Carola Weber. "Für die Eltern ist das natürlich eine wirklich sehr positive Botschaft gewesen. Sie sind einfach froh, dass wir weiter existieren."
Zuerst hatte die Allgemeine Zeitung über das Thema berichtet.