Beim Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart läuft der Animationsfilm „Der letzte Walsänger“ auf dem Schlossplatz. Regisseur Reza Memari erzählt in SWR Kultur am Morgen, warum ihn Buckelwale seit Jahren faszinieren: „Als ich erfahren habe, dass Buckelwale eigene Lieder komponieren und weiterentwickeln, dachte ich sofort: Warum hat darüber noch niemand einen Film gemacht?“
Zwischen Märchen und Meeresrealität
Im Zentrum seines Animationsfilms steht der junge Wal Vincent, der mit seinem Gesang die Unterwasserwelt retten soll. Die Geschichte wirkt märchenhaft, berührt aber reale Themen wie Orientierungslosigkeit und Verlust.
„Man geht emotional mit diesem armen Wal mit, der sein Lied finden muss“, so Memari. Besonders bewegt habe ihn auch der reale Buckelwal, der sich kürzlich in die Ostsee verirrt hatte.
Originalstoffe statt ewiger Fortsetzungen
Memari sieht seinen Film auch als Plädoyer für neue Geschichten im Animationskino. „Es kann nicht immer nur der fünfte oder zehnte Teil von etwas Bekanntem sein“, sagt er.
Gerade in Deutschland seien originäre Stoffe schwer zu finanzieren. Umso wichtiger sei es, mutige Projekte jenseits großer Marken möglich zu machen. „Man muss neuen Geschichten eine Chance geben.“
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