„The Sopranos“, „Sex and the City“, „Game of Thrones“ – viele der großen Serienerfolge der vergangenen 30 Jahre wurden von HBO produziert, dem US-amerikanischen Kabelsender hinter dem neuen Streaming-Anbieter HBO Max.
Der Sender gelte als Schmiede für anspruchsvolles Autoren-Fernsehen, so Dominic Konrad. Auch in den vergangenen Jahren dominierte HBO mit Serien wie „Euphoria“, „The White Lotus“ oder „Succession“ bei den Emmys und Golden Globes.
Verluste im Katalog von Netflix und WOW
Für andere Streaminganbieter in Deutschland bedeutet der neue Konkurrent auch Verluste in ihrem eigenen Angebot.
Netflix musste Serien und Filme der HBO-Mutter Warner Bros. aus dem Angebot nehmen, die künftig auf HBO Max verfügbar sein werden, darunter auch Publikumslieblinge wie „Friends“, „The Big Bang Theory“ oder die „Harry Potter“-Filme.
Noch gravierender trifft der Kahlschlag den deutschen Anbieter WOW von Sky, bislang exklusiver Lizenzpartner von HBO im deutschen Streamingmarkt. Abzuwarten bleibe auch, so Konrad, inwiefern und wie schnell der geplante Verkauf von Warner Bros an Netflix die Langlebigkeit von HBO Max beeinflussen werde.
Neuerscheinungen zum Deutschlandstart
Zum Deutschlandstart veröffentlicht HBO Max zeitnah mehrere Exklusivtitel, darunter unter anderem „A Knight of the Seven Kingdoms“, ein Prequel der Fantasy-Saga „Game of Thrones“, sowie Arztserie „The Pitt“ und der Überraschungserfolg „Heated Rivalry“.
Für Literaturfans empfiehlt Dominic Konrad die französische Mini-Serie „The Seduction“: Eine gelungene Neuinterpretation des Briefroman-Klassikers „Gefährliche Liebschaften“, der den Fokus auf die Vorgeschichte der Marquise de Merteuil (Anamaria Vartolomei) und deren Beweggründe lege.
„The Seduction“, seit 13. Januar bei HBO Max
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