Aufbau des SWF aus dem Nichts
„Es fehlte eigentlich an allem, und an Massenmedien natürlich auch“, erklärt Konrad Dussel, Medienhistoriker an der Universität Mannheim in SWR Kultur am Morgen zur Situation in Deutschland im Nachkriegsjahr 1946. Von einem Armeelastwagen aus sendete der Südwestfunk am 31. März 1946 zum ersten Mal aus Baden-Baden.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Auf dem Gebiet der französischen Besatzungszone habe es vorher keinen eigenen Sender gegeben: „Die Franzosen mussten also alles aus dem Nichts aufbauen und entsprechend kritisch war natürlich auch die Anfangssituation.“
Für die Menschen im Südwesten Chronik des SWR
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Ein Programm fast ohne Hörer
Gesendet worden sei viel aktuelle Berichterstattung, Nachrichten und sehr viel Musik, so Dussel. Aus Mangel an Tonmaterial wurde die Musik häufig live eingespielt: „Man musste Orchester gründen, klassische Orchester. Und – was man sich heute gar nicht mehr so vorstellen kann – auch die Unterhaltungsmusik wurde live produziert.“
Einen Haken hatte das damalige Programm auch noch: „Ziemlich sicher hat es damals so gut wie niemand gehört.“ Es sei auf Kurzwelle gesendet worden, beschreibt Dussel. Das sei für die meisten Geräte nicht zu empfangen gewesen. Bis zur Gründung der öffentlich-rechtlichen Anstalt 1949 habe es sich in erster Linie um einen „Besatzungszonen-Sender“ gehandelt.
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