In der Ostsee verirrt

Buckelwal „Timmy“: Warum uns manche Tiere so sympathisch sind

Seit einigen Wochen irrt Buckelwal „Timmy“ durch die Ostsee. Sein Zustand beschäftigt nicht nur die Nachrichtenseiten, sondern auch viele Menschen, die in Sorge um das Tier sind.

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Stand

Der Wal wurde früher als bedrohlich empfunden

Dass dem Wal mit Sympathie und nicht etwa mit Ablehnung – wie etwa gegenüber Spinnen oder Schlangen – begegnet würde, sei gar nicht so alt. Das erklärt Stephan Wunsch, Co-Autor des Buchs „Verrufene Tiere“ in SWR-Kultur am Morgen.

Früher sei der Wal „eher Symbol für das Riesige und Bedrohliche der Natur“ gewesen, sagt Wunsch. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts sei es zu einer Umkehrung der Symbolik hin zu einer durch den Mensch bedrohten, verletzlichen Natur gekommen.

Menschliche Projektionsfläche

Den Grund für Zuneigung oder Furcht gegenüber manchen Tierarten vermutet Wunsch in erster Linie bei den Menschen selbst: Die Tiere seien Projektionsflächen für menschliche Ängste, Nöte und Selbstzweifel. „Statt dass wir uns mit unseren Dämonen in uns auseinandersetzen, fürchten wir uns vor unheimlichen Tieren die da draußen sind", so Stephan Wunsch.

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Forbach

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Kerstin Bachtler
Interview mit
Stephan Wunsch