Problematische Entwicklung in den USA

Trauerfeier für Charlie Kirk – Stilisierung zum Heiligen der MAGA-Bewegung

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Am Sonntag, den 21.September findet im US-Bundesstaat Arizona die Trauerfeier für den erzkonservativen Politaktivisten und Podcaster Charlie Kirk statt, der bei einer Veranstaltung  auf dem Campus der Utah Valley University erschossen wurde. Der Täter wurde gefasst.

Seitdem verlaufe die Märtyrer-Stilisierung Kirks durch die sogenannte MAGA-Bewegung (Make America Great Again) von Trump-Anhängern „(…) an allen Fronten in einer Art und Weise und einer Intensität, die ich selbst auch nicht erwartet hätte“, so Michael Butter, Amerikanist an der Universität Tübingen.

Als Beispiele nennt Butter unter anderem US-Vizepräsident J.D. Vance, der Kirks Podcast aus dem Weißen Haus moderiere, sowie das Hängen vieler Flaggen auf Halbmast. Auch überlege die US-Armee, eine Rekrutierungskampagne nach Charlie Kirk zu benennen,

Eine Bemerkung des Fernsehshow-Moderators Jimmy Kimmel zum Attentat hatte Folgen. Nach Stephen Colbert wird nun auch Kimmels Talkshow auf Intervention von US-Präsident Trump abgesetzt. Kimmel wie auch andere Talkmaster seien Trump ein Dorn im Auge gewesen, meint Butter: „Jetzt wird man diese Leute los“.

Bezogen auf die Medienhäuser beobachte er „vorauseilenden Gehorsam“: Die würden „lieber keinen Konflikt eingehen mit der Regierung“, das sei für die Demokratie in den USA eine hoch problematische Entwicklung.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Martin Gramlich
Martin Gramlich, SWR Kultur Moderator
Interview mit
Michael Butter