Zu hohe Betriebsmittel notwendig
Das Konzept des geplanten Museums für Moderne Kunst „berlin modern“ überzeugt nicht, findet der Architektur- und Bauexperte Nikolaus Bernau. Nach dem Richtfest am Wochenende, bei dem auch eine Baustellen-Begehung möglich war, meint Bernau in SWR-Kultur: „Das neue Museum wird große Probleme haben wegen der hohen Betriebsmittel, die notwendig sind.“
Der Bau werde zwar teuer - 506 Millionen Euro stehen inzwischen zur Debatte – aber die Ausgaben für Personal, Reinigung, Ankauf und Ausstellungen sei zu knapp bemessen.
Konventionelles und elitäres Konzept
Auch architektonisch ist Bernau enttäuscht: Die benachbarten Bauten von Hans Scharoun und Mies van der Rohe beziehe der Neubau nicht ein. Zur Neuen Nationalgalerie findet Bernau: „Die wird regelrecht an den Rand geschoben.“
Fragen stellen sich auch beim Konzept: „berlin modern“ setze auf ein konventionelles und elitäres Konzept. Es wolle nur Kunst zeigen. Moderne Museen, so Bernau, böten jedoch mehr an.
Bernau fordert: „Es müsste ein sozial ganz offener Raum sein – es müsste Leute erreichen, die nie ins Museum gehen.“ Bei der Kunsthalle Mannheim und bei der Hamburger Kunsthalle funktioniere das hervorragend.
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