Gespräch

NS-Kunst: „Ein Dauerphänomen – kein plötzlicher Peak“

Berichte über steigende Preise für NS-Kunst werfen Fragen auf. Der Kunsthistoriker Christian Fuhrmeister ordnet ein – und plädiert für Kontext statt Tabu.

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Stand

Ein Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ berichtet über steigende Preise für Kunst aus der NS-Zeit. Eine belgische Galerie habe sich darauf spezialisiert, der Galerist spreche von wachsender privater Nachfrage.

Nimmt das Interesse an NS-Kunst also tatsächlich zu? Der Kunsthistoriker Christian Fuhrmeister vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte widerspricht einer vorschnellen Diagnose.

Kein neuer Höhepunkt

Für ihn ist das Thema „ein Dauerbrenner der letzten 10, 15 Jahre“. Viele Museen hätten ihre Bestände untersucht, von Rosenheim bis Stuttgart oder Solingen. Eine verstärkte Auseinandersetzung gebe es seit Langem.

Von einem besonderen „Peak“ möchte Fuhrmeister deshalb nicht sprechen. Eher werde ein kontinuierliches Phänomen gelegentlich sichtbarer – etwa durch mediale Berichte.

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Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Martin Gramlich
Martin Gramlich, SWR Kultur Moderator
Interview mit
Christian Fuhrmeister