Knapp 600 Seiten umfasst Bodo Kirchhoffs neuer Roman „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“, in dem er das Wagnis unternimmt, gleich mehrere Liebesgeschichten aus der Perspektive einer Frau zu erzählen.
Was bleibt von einer Ehe?
Terese, eine Kinder- und Jugendtherapeutin im gesetzten Alter, fliegt ihrem Mann Vigo nach Indien nach. Vigo wollte dort für ein Buch recherchieren, hat sich aber nicht mehr gemeldet. Und Terese stellt sich die Frage, was nach Jahrzehnten der Ehe überhaupt noch übrig geblieben ist.
Liebe als offene Wunde
„Lieben“, so heißt es im Buch, „ist eine Wunde, an der Mann nicht stirbt, offen zu halten.“ Im Gespräch erzählt Bodo Kirchhoff, warum Liebe im Alter auch eine Arbeit ist, im Gegensatz zum Verliebtsein. Warum Liebe irrational und vernünftig zugleich ist. Und wie er jedes einzelne seiner Kapitel als Mini-Drama inszeniert.
Mehr Romane über das Altern
„Mein Schreibtisch ist der einzige Ort, an dem ich mein Alter, die Schmerzen, die Angst vergesse, obwohl ich darüber schreibe" Altern und das letzte große Glück: Davon erzählt Natascha Wodin in „Die späten Tage“
Wenn der Körper schmerzt und die Tage kürzer werden – Natascha Wodin erzählt in „Die späten Tage“ von Liebe im Alter, Vergänglichkeit und einem letzten großen Glück.