„Die Anthologie Der ewige Brunnen stand damals im Haushalt meiner Eltern“, erinnert sich der Autor Uwe Wittstock. Der Titel sei ja etwas altbacken, die Sammlung selbst aber umso lebendiger: Sie umfasst deutschsprachige Gedichte aus 1.200 Jahren – auf ungefähr ebenso vielen Seiten.
Von Walter von der Vogelweide bis zu Judith Holofernes
Erstmals erschien „Der ewige Brunnen“ im Jahr 1955. Mit der Zeit gab es einige Neuausgaben, in die auch immer wieder neue Texte aufgenommen wurden. Inzwischen spannt die Anthologie den Bogen von Walter von der Vogelweide bis zu Judith Holofernes. Die aktuelle Ausgabe hat der Literaturwissenschaftler und Lyriker Dirk von Petersdorff kuratiert.
Uwe Wittstock schrieb mit „Februar 33. Der Winter der Literatur“ und „Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur“ zuletzt selbst zwei packende literaturhistorische Werke.
Auf SWR Kultur erinnert er sich: „Es war immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass es da dieses dicke Hausbuch gibt, in dem alle wichtigen Gedichte der deutschen Literatur versammelt sind.“
Buchkritik Frank Klötgen und Anton G. Leitner (Hg.) – Das Gedicht, Band 31: Laut & Leise
Seit Beginn der 1990er-Jahre entsteht unter der Ägide des Dichters Anton G. Leitner und mit wechselnden Co-Herausgebern die Zeitschrift „Das Gedicht“. Nun ist unter dem Titel „Laut & Leise“ die 31. Ausgabe der Zeitschrift erschienen.
Rezension von Beate Tröger
Georg-Büchner-Preis 2025 „Beileibe und Zumute": Ursula Krechels virtuoser Gedichtband
Feine Gedichtgebilde einer großen Schriftstellerin: In „Beileibe und zumute“ vermisst Ursula Krechel die fragilen Verbindungen von Körper und Sprache, Schönheit und Glück.
Vor Ort | lesenswert Gespräch Gespräch mit der Peter-Huchel-Preisträgerin 2025 Olga Martynova
Olga Martynova war durch den Tod ihres Mannes mit einer existenziellen Situation konfrontiert. Ihr Gedichtband „Such nach dem Namen des Windes“, für den sie den Peter-Huchel-Preis 2025 erhält, reagiert auf diese Erfahrung.