Herausgeber Peter Graf über die Wiederentdeckung

Entdeckung im Exilarchiv: Iwan Heilbuts „Zugvögel“

Eine Entdeckung: Iwan Heilbuts Roman „Zugvögel“ ist ein bedeutendes Werk der Exilliteratur. Nun erscheint der Roman erstmals im deutschsprachigen Original.

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Stand

Der Schriftsteller Iwan Heilbut wurde 1898 in Hamburg geboren und entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familie. Er arbeitete als Journalist, schrieb aber auch Romane, bevor er 1933, unmittelbar nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, nach Paris emigrierte.

Flucht über die Pyrenäen

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Heilbut auch im französischen Exil als feindlicher Ausländer interniert. 1941 gelang ihm und seiner Frau über Spanien und Portugal die Flucht in die USA. Heilbuts Roman „Zugvögel“ erschien 1943 in englischer Übersetzung unter dem Titel „Birds of Passage“ und erhielt durchaus gute Kritiken.

Iwan Heilbut
Iwan Heilbut Pressestelle (c) Ullstein Buchverlage, Deutsches Exilarchiv

Entdeckung im Deutschen Exilarchiv

Heilbut, der 1950 nach Deutschland zurückkehrte und 1972 in Bonn starb, ist heute mittlerweile kaum noch bekannt.

Nun hat Peter Graf, der mit seinem eigenen Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ immer wieder Entdeckungen ans Tageslicht bringt, Iwan Heilbuts knapp 700 Seiten starken „Zugvögel“-Roman im Claassen Verlag erstmals im deutschsprachigen Original herausgegeben. Das Skript befand sich im Deutschen Exilarchiv in Frankfurt am Main.

Flucht und Hoffnung

Die stark autobiografisch grundierte Geschichte erzählt von Heimatlosigkeit und Exil, von Flucht, Angst und Hoffnung. Ein Buch, das sich auch wegen seiner großen literarischen und erzählerischen Kraft zu lesen lohnt, wie Herausgeber Peter Graf im Gespräch betont.

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Erstmals publiziert am
Stand
Das Gespräch führte
Christoph Schröder
Gespräch mit
Peter Graf (Herausgeber)