Literatur in der NS-Zeit

Zwischen Exil und Anpassung: „Schreiben in finsteren Zeiten“ von Helmuth Kiesel

Mit „Schreiben in finsteren Zeiten“ hat der Heidelberger Literaturwissenschaftler Helmuth Kiesel ein bahnbrechendes Werk über die Literatur im Nationalsozialismus vorgelegt.

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Stand

1400 Seiten – allein der Umfang des neuen Werks des Heidelberger Literaturprofessors Helmuth Kiesel ist imposant. SWR-Literaturchef Frank Hertweck hat sich durch die „Geschichte der deutschsprachigen Literatur von 1933 bis 1945“, so der Untertitel, gearbeitet. Durchaus mit Begeisterung.

Meisterwerke des Exils

Das Buch erzähle, so Hertweck, politische Geschichte, die Geschichte von Institutionen, widme sich allen literarischen Gattungen und nehme die Autoren ausführlich in den Blick.

Helmuth Kiesel
Helmuth Kiesel (c) teutopress

Kiesel widmet sich zum einen den großen, im Exil entstandenen Meisterwerke, beispielsweise von Bertolt Brecht oder Thomas Mann. Zum anderen aber, so Frank Hertweck, scheine seine Faszination für Ernst Jünger immer wieder durch.

Ein neues Standardwerk

Kritisch hingegen setzt Kiesel sich mit Gottfried Benn auseinander, der seine Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus auch nach dem Krieg nicht reflektiert habe. Mit Sicherheit werde dieses Buch ein Standardwerk und ein Handbuch für zukünftige Generationen von Lesern sein. Ein Buch auch, das auch unbekannte oder vergessene Autorinnen und Autoren ins Bewusstsein rufe.

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Vor Ort SWR Kultur

Erstmals publiziert am
Stand
Das Gespräch führte
Christoph Schröder
Gespräch mit
Frank Hertweck