Am letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002 fallen Schüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Der Erzähler in Kaleb Erdmanns Roman „Die Ausweichschule" erlebt den Amoklauf von Robert Steinhäuser als Elfjähriger.
Wie über Gewaltexzesse schreiben?
Mehr als zwanzig Jahre später bricht das Ereignis unerwartet in sein Leben ein und löst eine obsessive Beschäftigung aus, die in ein Romanprojekt resultieren soll. Aber warum nach so vielen Jahren alte Wunden aufreißen? Wie darüber erzählen?
„Die Ausweichschule" hat es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft. SWR-Literaturredakteur Carsten Otte spricht mit Kaleb Erdmann über seinen herausragenden Roman.