Neues Sachbuch

Sabine Adler über ihr Israel-Buch: Tiefe Risse innerhalb der israelischen Gesellschaft

Die israelische Armee hat mit der Eroberung von Gazastadt begonnen, während sich im Nahostkonflikt die Fronten weiter verhärten. Eine UN-Kommission wirft Israel erstmals Völkermord vor, gleichzeitig wollen zahlreiche Staaten bei der UN-Vollversammlung in New York einen palästinensischen Staat anerkennen.

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Stand

„Die israelische Gesellschaft ist so zerstritten, dass sie Gefahr läuft, sich selbst zu zerstören“

In ihrem neuen Buch „Israel, Fragen an ein Land“ schildert die Journalistin Sabine Adler die tiefen Risse innerhalb der israelischen Gesellschaft. „Das Bild ist extrem unterschiedlich, auch innerhalb einer einzigen Familie“, erklärt Adler im Gespräch mit SWR Kultur und verweist auf die Spannungen zwischen Forderungen nach einem Kriegsende und der Haltung, Härte sei notwendig.

Zugleich warnt sie: „Die israelische Gesellschaft ist so zerstritten, dass sie Gefahr läuft, sich selbst zu zerstören“ – und dass Israels weltweites Ansehen massiv leidet. „Viele haben das Gefühl, sie könnten sich nur auf sich selbst verlassen, die Welt sei gegen sie“, so Adler über eine zunehmend um sich greifende Wagenburgmentalität.

Mainz

SchUM-Kulturtage in Mainz Kein anderes Land: Sarah Levy über Hoffnung und Heimatlosigkeit

Im Buch „Kein anderes Land" schildert die jüdische Journalistin und Autorin Sarah Levy ihr Leben in Israel zwischen Alltag und Ausnahmezustand. Die Autorin ist in Mainz zu Gast.

SWR Kultur am Mittag SWR Kultur

Forum „Die Hölle auf Erden“ – Welche Zukunft hat Gaza?

Michael Risel diskutiert mit
Daniel-Dylan Böhmer, DIE WELT
Jan-Christoph Kitzler, ARD-Korrespondent, Tel Aviv
Kirsten Krampe, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah

Forum SWR Kultur