Stefanie Stegmann, Leiterin des Literaturhauses Stuttgart, betont, der Titel „Schweben“ betone „weniger das Weglaufen als eher das mit Schwebekunst auf die Welt zu schauen“.
Literatur müsse helfen, Abstand zu gewinnen, ohne die Realität auszublenden, und gesellschaftspolitische Herausforderungen weiterhin klar zu benennen.
Zuversicht trotz verhärteter Weltlage
Gerade in Zeiten verhärteter Weltlagen gehe es darum, Denkbeweglichkeit und Zuversicht zurückzugewinnen. „Eine Deutungsoffenheit ist in der Zeit, in der wir leben ein Geschenk und keine Bedrohung“, sagt die Literaturhaus-Leiterin im Gespräch mit SWR Kultur.
Das Schweben versteht Stegmann dabei als Zwischenraum, den Literatur öffnen kann. Nicht als Flucht, sondern als Möglichkeit, mit neuer Offenheit auf die Gegenwart zu blicken.