Mit einem zehnköpfigen Ensemble aus Jazz-Instrumenten, Streichquartett und Elektronik, verschwimmen die Grenzen zwischen improvisiertem Jazz, klassischer Musik und experimentellen Klängen. „Of The Near And Far“ ist eine Klangreise und erinnert an vorüberziehende Sternschnuppen und elektronische Impulse, die klingen wie entfernte Signale aus den Tiefen des Alls, meint unser Jazz-Kritiker Niklas Wandt.
Patricia Brennan "Antlia" from tentet record "Of The Near And Far"
Album-Tipp Jazz „Stories We Tell“ – Luise Volkmann und Ensemble
Die 1992 in Bielefeld geborene Luise Volkmann ist eine vielfach preisgekrönte Komponistin, Saxofonistin und Bandleaderin. Mit ihrem Ensemble „Été Large“ stellt sie immer wieder ausgefeilte Produktionen vor, die aufhorchen lassen. Denn die Saxofonistin, Flötistin und Komponistin, die aus der Punkmusik kommt, ist inspiriert von Jazz, improvisierter und zeitgenössischer Musik. Gleichzeitig reflektiert sie gesellschaftlich relevante Themen aus Geschichte und Gegenwart. Auch mit ihrem dritten Album liefert Luise Volkmann vielstimmige Anregungen zur Reflexion. Unser Jazzkritiker Georg Waßmuth bringt es auf den Punkt: „The Stories We Tell“ ist ein Album zu dem man kurz und bündig resümieren kann: Gerne mehr!
Album Tipp Jazz Brasilianisches Gefühl, jazzig und modern – Amaré vom Amaré Trio
Sie sind allesamt globale Schwergewichte in der Jazz- und Musikszene: die Sängerin Céline Rudolph, der Pianist Enrique Gomide und der Gitarrist João Luís Noguiera. Als Amaré Trio bringen sie brasilianische Musik ins Jahr 2025, verschmelzen deren Rhythmen mit Jazz. Das Repertoire reicht von brasilianischen Standards bis hin zu Eigenkompositionen aller Mitglieder des Ensembles.
Kammermusikalische Freiheit und Frische bestimmt das lebendige Zusammenspiel der drei Virtuosen, die sich gegenseitig intensiv zuhören. Mit viel Tiefe und Fantasie treffen Gesang, Gitarre und Klavier auf diesem Debutalbum des Amaré Trio aufeinander - ein Glücksfall, meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.
Album-Tipp Jazz Tramonto – Unvergessene Live-Momente in neuem Gewand
Der britische Pianist John Taylor pflegte einen bemerkenswerten Stil am Piano. Inspiriert von der Klassik war er bekannt für seinen nuancenreichen Klang, den er auch im Zusammenspiel mit den Mitmusikern seines Trios pflegte. Aus dem Mitschnitt eines Livekonzerts in Birmingham 2002 ist nun ein neues Album geworden. „Tramonto“ weckt Erinnerungen an Spielfreude im Team und an einen einzigartigen Pianisten, der 2015 starb. Für Musikredakteurin Marlene Küster ein Meilenstein des Jazz.