Vor der 150-Jahr-Feier auf dem „Grünem Hügel“

Neues Buch zur Geschichte des Festspielhauses Bayreuth

Es ist das Jahr vor dem großen Jubiläum: 2026 feiert man auf Wagners „Grünem Hügel“ das 150-Jahr-Jubiläum. Jetzt ist ein Buch erschienen, dass die Geschichte rund um das Festspielhaus in Bayreuth erzählt, denn in diesem Theater wollte Wagner seine Idee vom Gesamtkunstwerk Wirklichkeit werden lassen.

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Von Autor/in Christoph Vratz

Das neue Buch über die Historie des Festspielhauses basiert auf einer Vorgängerausgabe aus dem Jahr 2007. Doch handelt es sich nicht um ein simples Remake, sondern um eine gründliche Revision.

So sind beispielsweise alle Fotos aus der Gegenwart neu entstanden und bilden einen wesentlichen Bestandteil dieses Buches. Immer wieder stellt sich beim Lesen und Betrachten das Gefühl ein, einem Rundgang durch Eingangshalle, Probenräume, Orchestergraben, Werkstätten zu folgen.

Alle Facetten werden beleuchtet

Dieser gründlich überarbeitete und ergänzte Band zeichnet die Geschichte des berühmten Theaters in allen Facetten nach: von vagen Ursprungs-Ideen über die erste Ortsbegehung und die Frage: Welcher Architekt soll den Bau eigentlich verantworten?

Bis zum Zusammenspiel mit der Stadt Bayreuth. Auch der immer als besonders schmucklos geltende Zuschauerraum wird genauer vorgestellt und natürlich die berühmte Akustik. 

Kluge Kapitelaufteilung ohne durchkomponierte Handlung

Die kluge Kapitelaufteilung erlaubt, dass man das Buch immer wieder zur Hand nehmen kann, denn es gibt keine im engeren Sinne durchkomponierte Handlung durch die Geschichte.

Wo möglich, kommt es zu erhellenden Vergleichen zwischen Damals und Heute. Die übrigens entblößen auch manche Fehleinschätzung von Spiritus rector Richard Wagner.

Markus Kiesel, Joachim Mildner und Dietmar Schuth haben den neuen Band ediert. Für 58 Euro gibt es 272 in jeder Hinsicht lohnende Seiten. Möge dem Haus weiterhin das Schicksal von Walhall im „Nibelungen-Ring“ erspart bleiben. 

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