In der Pfalz wird sie mit Sahne, Wein und Kümmel zubereitet, in Süddeutschland mit Mehlschwitze, Eigelb und gerösteten Brotwürfeln. Auf dem Speiseplan steht die Zwiebelsuppe aber vor allem in Frankreich. Der Genussforscher Thomas Vilgis schwärmt dabei von der Luxemburger Variante, der Ënnenzopp, die ihm wegen ihres Namens auf einer Speisekarte auffiel. Die Zwiebelsuppe, ursprünglich ein Essen für die Armen, weil die Zutaten sehr preisgünstig sind, ist gerade in dieser Jahreszeit angesagt. Schließlich wirken die schwefelhaltigen Verbindungen der Zwiebel antibakteriell, entzündungshemmend und immunstärkend.
Rezept: Luxemburgische Ënnenzopp
Zutaten:
50 g Butter (Botter)
500 g Zwiebeln (Ënnen)
1 EL Mehl (Mëllech oder Miel)
125 ml trockener Weißwein (wäisse Wéng)
2,5 L Rinderbrühe (Randsbréit) alternativ Gemüsebrühe (Geméissbréit)
Salz
1 Baguette (Baguett)
100 g frisch geriebener Käse (frësch geraspelten Kiis), z.B. Gruyere, Jura, Bergkäse, ...
1 Esslöffel Sahne (Krëm)
Zubereitung:
Zwiebeln schälen und mit einem sehr scharfen Kochmessen in sehr dünne Scheiben schneiden, je dünner desto besser. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin abraten, nur hell bräunen lassen. Mit Mehl bestäuben und mit dem Weißwein ablöschen.
Rinder- oder Gemüsebrühe angießen und etwa 30-40 Minuten sieden. Dabei mit Salz etwas abschmecken.
Rechtzeitig vor dem Servieren das Baguette in „Schiffchen“ gewünschte Größe schneiden, Sahne mit dem geriebenen Käsevermengen auf das Baguette geben und im Ofen überbacken.
Die Suppe in passende Schälchen geben und das Käsebaguetteschiffchen darüberlegen.