80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

Landesjugendchor und -orchester in Rheinland-Pfalz proben „Lobgesang“

Der Landesjugendchor und das -orchester Rheinland-Pfalz haben sich, anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs im Mai 2025, gemeinsam ein besonderes Werk vorgenommen: Mendelssohn-Bartholdys Sinfoniekantate „Lobgesang“.

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Von Autor/in Henning Hübert

Die Lobgesang-Aufführungen in Engers, Bad Ems, Trier und Neustadt an der Weinstraße werden unter dem Motto „Vom Dunklen ins Helle – 80 Jahre Kriegsende“ stehen.

Programmpunkt davor: Der gemeinsame Besuch der Gedenkstätte Konzentrationslager Osthofen. Hier hatte das NS-Regime in den Jahren 1933 und 1934 vor allem politische Gegner und Gewerkschafter, aber auch Sinti, Juden und Zeugen Jehovas inhaftiert.

Ein musikalisches Projekt für Frieden und Menschlichkeit

Diese Lobgesang-Arbeitsphase der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz am Ende der Sommerferien mit mehr als einhundert Mitwirkenden: Sie ist ein in jeder Hinsicht großes Projekt, auch für Frieden und Menschlichkeit.

Chormanager Maximilian Rajczyk hat sich mit Dirigentin Katharina Morin abgesprochen. Ganz besonders wichtig ist beiden die Textverständlichkeit. Hier verdichtet Mendelssohn Aussagen aus biblischen Psalmen, in denen es um das Vertrauen auf Gott in schweren Zeiten geht.

Obwohl das Werk schon 185 Jahre alt ist, wirken einige der Lobgesang-Textzeilen auch heute sehr aktuell. Bei diesem großen Projekt geht es nicht nur um musikalische Bildung, sondern auch um Friedens-Bildung

Symphonie Nr. 2 („Lobgesang“) von Felix Mendelssohn Bartholdy

Album-Tipp Licht in eine dunkle Zeit: Unplayed Stories – in 40 Fingers

An der Musikhochschule in Tel Aviv, der legendären Buchmann-Mehta School of Music, hat sich vor einigen Jahren ein Ensemble gebildet, dass sich „MultiPiano“ nennt, weil es das Repertoire durchsucht nach Kombinationen mit zwei bis vier oder mehr Flügeln.Jetzt legt Multipiano ein neues Album vor, mit vier Raritäten: Multipiano-Werke von Moscheles, Mendelssohn, Liszt und Schubert. Für Eleonore Büning bringt das Album Licht in eine dunkle Zeit!

Treffpunkt Klassik SWR Kultur

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Henning Hübert