Das Matti Klein Soul Trio hat das Konzept für sein neues Album nochmal neu aufgelegt und jeden Song mit einem Echo versehen, so dass aus vielen Bubbles ein ganzes Bubbleverse - ein Universum entsteht. Dabei klingt es, als seien deutlich mehr Menschen am Werk gewesen als drei und tatsächlich spielen die Musiker jeweils mehrere Instrumente. Besonders glücklich ist Matti Klein darüber, dass sie den Sound diesmal voll unter Kontrolle hatten, denn das neue Album wurde komplett im eigenen Studio produziert.
Matti Klein Soul Trio | Frontiers (Echo) | Studio Live Session
Album-Tipp Jazz „Lonely Island“ von Yumi Ito
Yumi Ito konnte kaum laufen, da versuchte sie sich schon an einem Babyklavier. Im Alter von drei Jahren begann sie eine klassische Musikausbildung nach der sogenannten Suzuki-Methode. Diese Methode basiert auf dem Prinzip des Muttersprachenerwerbs und ermöglicht Kindern früh durch Hören, Beobachten und Nachahmen den Einstieg in ein Instrument. Das musikalische Elternhaus bot die besten Voraussetzungen für dieses spielerische Lernen von Musik. Nun hat die 1990 in Basel geborene Pianistin, Sängerin und Komponistin ihr erstes Soloalbum mit dem Titel „Lonely Island“ vorgelegt. Ein sehr persönliches Album, reduziert auf ihre Stimme und das Klavier - die Instrumente, die Yumi Ito von klein auf begleiten. Es ist ein Album, das durch meisterhaftes Klavierspiel und gekonnte Improvisationen überzeugt, schwärmt unsere Jazzkritikerin Marlene Küster.
Album-Tipp Jazz Brad Mehldau: „Ride Into The Sun“
Auf seinem neuen Album feiert der Pianist - der vor allem als Jazz-Mann bekannt ist, den Singer-Songwriter Elliott Smith, der 2003 verstarb. „Ich bekomme von seiner Musik etwas Ähnliches wie von Schuberts Sonaten, Mahlers Symphonien, den Beatles Songs, Radiohead - diese Mischung einer dunklen, düsteren Stimmung und zugleich einer großen Schönheit.“
Ein ungewöhnliches Album, meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.
Album-Tipp Jazz Ruhe und Klarheit -„Zen Garden“ von Max Treutner
Für den jungen Saxophonisten und Komponisten Max Treutner ist der Zen-Garten der persönliche Ort, um zu sich selbst zu kommen. Davon ließ er sich auch bei der Arbeit an seinem ersten Album inspirieren. „Zen Garden“ wurde in New York aufgenommen im hippen Stil der 1960er Jahre. Dafür hat Treutner starke Mitspieler ausgesucht, die das feine Gespür für Atmosphäre, Tempo und Intonation eint. Die Altersspanne zwischen den Musikern beträgt über 20 Jahre. So gesehen ist „Zen Garden“ auch ein Generationenprojekt. Ein sensationelles Debut, findet unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.