„Zen Garden“ wurde in New York aufgenommen im hippen Stil der 1960er Jahre. Dafür hat Treutner starke Mitspieler ausgesucht, die das feine Gespür für Atmosphäre, Tempo und Intonation eint. Die Altersspanne zwischen den Musikern beträgt über 20 Jahre. So gesehen ist „Zen Garden“ auch ein Generationenprojekt. Ein sensationelles Debut, findet unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.
Album-Tipp Jazz „In.Sight“ - Fabia Mantwill Orchestra
Klavier und Saxophon, das waren die Instrumente, die es Fabia Mantwill bereits in jungen Jahren angetan hatten. Später studierte sie am renommierten Jazz-Institut Berlin, merkte aber schnell, dass es der Jazz alleine nicht sein kann. Und so hat sie sich mit der finnischen Musik und mit afrikanischen Rhythmen auseinandergesetzt. Ob Jazz, Folklore, Americana, Pop oder Klassik, für Fabia Mantwill gibt es keine Grenzen.
Album-Tipp Jazz Raffinierte Bassgespräche - „Double Bass Quartet“ von Eric McPherson
Mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug ist das klassische Piano-Trio im Jazz perfekt besetzt. Der New Yorker Drummer Eric McPherson hat diese Formation variiert und für sein neues Album einen zweiten Kontrabass hinzugefügt. Eine Doppelbesetzung, die bereits in den frühen 1960er Jahren von John Coltrane und Ornette Coleman ausprobiert wurde.
„Double Bass Quartet“ besticht durch die gelungene Auswahl an Stücken, die im Zusammenspiel perfekt funktionieren, zugleich allen Musikern erlauben, sich individuell zu entfalten. Jazzexperte Niklas Wandt zeigt sich von dem virtuosen Spiel der Gruppe fasziniert, die neben Eric McPherson am Schlagzeug mit Pianist David Virelles sowie Ben Street und John Hébert an den Kontrabässen beeindruckt.
Album Tipp Jazz „Eigengrau“ - Vincent Meissner Trio (Label: ACT)
Vincent Meissner wurde im Jahr 2000 in einem kleinen Dorf in Mittelsachsen geboren und entdeckte früh seine Leidenschaft für den Jazz. Seit 2019 studiert der Pianist und Komponist in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater bei Michael Wollny und Frank Chastenier. Vor vier Jahren erschien Vincent Meissners Debütalbum „Bewegtes Feld“ und inzwischen zählt der mehrfach ausgezeichnete Musiker zu den vielversprechenden Newcomern im europäischen Jazz. Das neue Album des Trios, zu dem auch der Bassist Josef Zeimetz und der Schlagzeuger Henri Reichmann gehören, trägt den Titel „Eigengrau“. Unser Jazzkritiker Niklas Wandt hat reingehört und schwärmt: überraschend, verspielt und verschachtelt, aber nie ausufernd, mit einem Gespür für große Popgesten.