Auf seinem neuen Album feiert der Pianist - der vor allem als Jazz-Mann bekannt ist, den Singer-Songwriter Elliott Smith, der 2003 verstarb. „Ich bekomme von seiner Musik etwas Ähnliches wie von Schuberts Sonaten, Mahlers Symphonien, den Beatles Songs, Radiohead - diese Mischung einer dunklen, düsteren Stimmung und zugleich einer großen Schönheit.“
Ein ungewöhnliches Album, meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.
Brad Mehldau Performs Elliott Smith's "Better Be Quiet Now" (Official Video)
Album-Tipp Jazz Ruhe und Klarheit -„Zen Garden“ von Max Treutner
Für den jungen Saxophonisten und Komponisten Max Treutner ist der Zen-Garten der persönliche Ort, um zu sich selbst zu kommen. Davon ließ er sich auch bei der Arbeit an seinem ersten Album inspirieren. „Zen Garden“ wurde in New York aufgenommen im hippen Stil der 1960er Jahre. Dafür hat Treutner starke Mitspieler ausgesucht, die das feine Gespür für Atmosphäre, Tempo und Intonation eint. Die Altersspanne zwischen den Musikern beträgt über 20 Jahre. So gesehen ist „Zen Garden“ auch ein Generationenprojekt. Ein sensationelles Debut, findet unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.
Album-Tipp Jazz „In.Sight“ - Fabia Mantwill Orchestra
Klavier und Saxophon, das waren die Instrumente, die es Fabia Mantwill bereits in jungen Jahren angetan hatten. Später studierte sie am renommierten Jazz-Institut Berlin, merkte aber schnell, dass es der Jazz alleine nicht sein kann. Und so hat sie sich mit der finnischen Musik und mit afrikanischen Rhythmen auseinandergesetzt. Ob Jazz, Folklore, Americana, Pop oder Klassik, für Fabia Mantwill gibt es keine Grenzen.
Album-Tipp Jazz Raffinierte Bassgespräche - „Double Bass Quartet“ von Eric McPherson
Mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug ist das klassische Piano-Trio im Jazz perfekt besetzt. Der New Yorker Drummer Eric McPherson hat diese Formation variiert und für sein neues Album einen zweiten Kontrabass hinzugefügt. Eine Doppelbesetzung, die bereits in den frühen 1960er Jahren von John Coltrane und Ornette Coleman ausprobiert wurde.
„Double Bass Quartet“ besticht durch die gelungene Auswahl an Stücken, die im Zusammenspiel perfekt funktionieren, zugleich allen Musikern erlauben, sich individuell zu entfalten. Jazzexperte Niklas Wandt zeigt sich von dem virtuosen Spiel der Gruppe fasziniert, die neben Eric McPherson am Schlagzeug mit Pianist David Virelles sowie Ben Street und John Hébert an den Kontrabässen beeindruckt.