Drei Musiker, ein Sound, null Schnickschnack: Pianist Paul Janoschka, Schlagzeuger Jonas Esser und Bassist Simón Wilson zeigen auf ihrem Debütalbum „TRIO“, wie frisch und unmittelbar Jazz heute klingen kann. Zwischen New Yorker Puls, Spielfreude und feinen elektronischen Anleihen entsteht Musik, die zugleich dringlich und entspannt wirkt. Konrad Bott hat den Südpfälzer Pianisten getroffen.
Album Tipp Jazz Erfrischender Dialog - „Jazz goes Baroque“ mit einem hochkarätig besetzten Jazz-Quintett
In der Reihe „Jazz At Berlin Philharmonic“ versetzen fünf Musiker barocke Kompositionen in die lebendige Sprache des zeitgenössischen Jazz. Ein hochkarätig besetztes Jazz-Quintett um den Cembalisten und Pianisten Bernd Lhotzky hat diese seit den 1960er Jahren existierende Tradition wiederbelebt und erneuert. In der Begegnung der beiden Epochen treffen Rhythmus und Improvisation des Jazz auf die faszinierenden Klangstrukturen des Barocks.
Eine überzeugende Neuinterpretation - umgesetzt von Bernd Lhotzky (Cembalo), Emile Parisien (Sopransaxofon), Frédéric Couderc (Quer- und Blockflöte), Henning Sieverts (Kontrabass) und Eric Schaefer (Schlagzeug). Mitunter gelingt den Musikern ein freudiges Stimmgewirr, eine Körperlichkeit, die die Performances bei aller konzeptueller Aufladung erfrischend unmittelbar und zugänglich machen - meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.
Album Tipp Jazz Ella Fitzgerald: „Live at Falkoner Theatre Copenhagen“
Die berühmte Jazzsängerin Ella Fitzgerald hatte ein Faible für Dänemark, was durchaus an einem jungen Dänen gelegen haben mag, mit dem sie eine romantische Beziehung hatte. Ella Fitzgerald kaufte sich ein Haus in einem Vorort von Kopenhagen und lebte zwei Jahre dort. Der Auftritt im Falkoner Theatre wurde zwar aufgezeichnet, als sie bereits in die USA zurückgekehrt war, aber die besondere Vertrautheit zwischen ihr und dem dänischen Publikum ist dennoch hörbar: Ella Fitzgerald in Hochform vor Menschen, die das zu würdigen wissen.
Album Tipp Jazz Dora Osterloh/Phoenix Love: „And All I Have To Give“ - Klangteppich zwischen wild und melodisch
Das Debutalbum der Berliner Jazzsängerin Dora Osterloh behandelt die Liebe in all ihren Facetten. Die Ideen dafür fallen der Musikerin und Komponistin als Melodiefetzen im Alltag ein, auf dem Fahrrad oder beim Einkaufen. Aus all diesen Klangnotizen hat sie ein beeindruckendes Album geschaffen zusammen mit ihrem Ensemble Phoenix Love. Neben den meist harmonischen Passagen finden sich auch wilde laute Improvisationen und garantieren klangliche Vielfalt, meint Musikredakteur Georg Waßmuth.