Als provokantes Plädoyer wurde er 2025 geprägt von dem Sachbuchautor Alexander Prinz („Oststolz - Appell eines Nachwendekinds"), der selbst nach der Wiedervereinigung im ländlichen Sachsen-Anhalt aufgewachsen ist. Der Begriff steht bei ihm für ein neues Selbstverständnis, auf die eigene Ost-Biografie stolz zu sein. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen begreift das Wort Oststolz als Symbol für einen nach wie vor existierenden Ost-West-Konflikt - Oststolz als Neologismus, der eine Zeitstimmung ausdrückt und den Wunsch einer jungen Generation artikuliert, die eigene Identität vor dem Vergessen zu bewahren und vor einer Abwertung zu schützen.