SWR Kultur am Samstagnachmittag

Wort der Woche

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Immer neue Wörter schießen, brodeln und ploppen hervor aus der Alltagssprache. Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Sandra Richter vom Literaturarchiv Marbach, Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und weiteren Expert*innen erklären, was die Neuschöpfungen bedeuten.

Wort der Woche News Avoidance - erklärt von Bernhard Pörksen

Den Kopf in den Sand stecken: Die Vogel-Strauß-Taktik ist eine Reaktion auf die Flut negativer Nachrichten, die immer mehr Menschen in Deutschland anwenden. Es gibt eine wachsende Gruppe von Mediennutzenden, die auf ein überforderndes Nachrichtenangebot und auf negative Schlagzeilen mit Abkehr reagieren. Das wird auch als News Avoidance bezeichnet.

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Wort der Woche Quintenmacher - erklärt von Sandra Richter

Der Begriff Quintenmacher wird in der Musik etwas abwertend und spöttisch für wenig kreative Komponisten und Musiker verwendet, die sich der Quinte bedienen. Jenem Intervall, das fünf Tonstufen einer Tonleiter umfasst. Wo sich dieser eher selten verwendete Begriff in der Literatur findet und wofür er dort steht, das weiß Sandra Richter vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach.

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Wort der Woche Oststolz - erklärt von Bernhard Pörksen

Oststolz ist ein Begriff der Nachwendegeneration. Als provokantes Plädoyer wurde er 2025 geprägt von dem Sachbuchautor Alexander Prinz. Der Begriff steht bei ihm für ein neues Selbstverständnis, auf die eigene Ost-Biografie stolz zu sein. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen begreift das Wort Oststolz als Symbol für einen nach wie vor existierenden Ost-West-Konflikt.

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SWR