Ein harmloser Schnitt in den Finger
Als sich Stephan Schäfer beim Brotschneiden in den Finger schneidet, misst er der kleinen Wunde keine Bedeutung zu. Wie hätte er auch ahnen können, was dieser Schnitt für Folgen hat. Er hat sich eine Sepsis zugezogen, genauer gesagt: die extrem gefährliche "nekrotisierende Fasziitis". Überlebenschance: 50 Prozent. Heute weiß er: Eine Sepsis ist nach Herzkreislauferkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. 380 Menschen sterben in Deutschland jeden Tag daran.
"Normalität. Ein Geschenk."
Das weiß Stephan Schäfer, seitdem er überlebt hat. 14 Tage lang hat er zwischen Leben und Tod geschwebt. Ein halbes Jahr lang war nicht klar, ob er seine Hand oder einen Finger verlieren wird. Das hat ihn nochmal anders und in großer Dankbarkeit aufs Leben blicken lassen. Verarbeitet hat er seine Erfahrung in seinem neuen Roman "Jetzt gerade ist alles gut".
Drei verschiedene Leben...
…hat Stephan Schäfer geführt: Eines in seiner Jugend als Tennisprofi, eines als Journalist und Medienmanager und ein weiteres als Autor. Mit seinem Romandebut "25 letzte Sommer" landete er gleich einen riesen Erfolg, aktuell wird das Buch fürs Kino verfilmt. Für seine Buchreihe "Was bleibt" hat er Fragen gesammelt, die man sich selbst, seinen Eltern, und – ganz aktuell – seiner Großmutter auf jeden Fall stellen sollte.