Musikmanagerin Franziska Hohmann: Wenn die Beziehung zur Mutter schwierig ist

Liebe Worte und kleine Geschenke für die Mutter zum Muttertag – für die meisten eine Selbstverständlichkeit. Doch es gibt Familien, in denen die Beziehung zur Mutter toxisch ist. Musikmanagerin Franziska Hohmann erzählt in SWR1 Leute offen von dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter - und warum sie sie trotzdem liebt.

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Von Autor/in Katja Heijnen

Getauschte Verantwortlichkeit

Seit sich Franziska zurückerinnern kann, war sie für ihre Mutter verantwortlich. Schon als kleines Mädchen musste sie sich um die Mutter kümmern, denn die lag oft tagelang nur im Bett. Was das Kindergartenkind Franziska nicht wusste: Ihre Mutter war schwer depressiv. Für Fürsorge und Zuwendung zu ihrer Tochter war in ihrem Leben kein Platz.

Alkohol als Zuhause

Trotz beruflichem Erfolg drehte sich auch das Leben der erwachsenen Franziska immer um die Mutter. Halt und Vergessen suchte sie im Alkohol – bis sie in eine Sucht geriet. Heute ist sie trocken und hat nach dem Tod der Mutter zu sich selbst gefunden. Inzwischen sagt sie: "Ich weiß, dass meine Mutter ihr Bestes gegeben hat und ich kann mit ganz viel Liebe an sie denken."

Zur Person

Franziska Hohmann begleitet als PR-Managerin Stars wie Sarah Connor, Tokio Hotel, Alphaville oder Adel Tawil. Seit 2023 arbeitet sie außerdem als Systemischer Coach und begleitet Menschen dabei, mutig Veränderungen anzugehen.