Am 23. Februar wird der 21. Deutsche Bundestag gewählt. Es ist eine vorgezogene Neuwahl, nach dem Bruch der Ampelkoalition aus SPD, Grüne und FDP im November 2024 und der Auflösung des Deutschen Bundestages durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 27. Dezember 2024.
Vor der Wahl: Landes-Politiker:innen in SWR1 Leute
Vor der Wahl sind Politiker:innen aus Baden-Württemberg in SWR1 Leute zu Gast. Kandidat:innen der Landesliste von SPD, AfD, Die Linke, FDP, CDU und Bündnis90/Die Grünen sprechen bei uns über die Themen Wirtschaft, Sozialpolitik, Migration, innere Sicherheit und Außenpolitik.
Für die Partei Alternative für Deutschland (AfD) ist Markus Frohnmaier in SWR1 Leute. Der 33-jährige ist seit 2022 Co-Vorsitzender der AfD Baden-Württemberg und vertritt in der Sendung die Spitzenkandidatin des AfD-Landesverbandes, Alice Weidel.
Markus Frohnmaier: Seit 2022 Co-Vorsitzender der AfD Baden-Württemberg
Frohnmaier trat vor ca. 10 Jahren in die AfD ein, war Mitgründer der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative, die als gesichert rechtsextrem gilt und zum 31. März aufgelöst und durch eine neue Jugendorganisation ersetzt werden soll. Er war Sprecher der Ex-AfD-Chefin Frauke Petry und von Alice Weidel. Seit 2017 ist Frohnmaier Mitglied des Deutschen Bundestags, er kandidiert im Wahlkreis Böblingen.
Die Zuwanderung ist das Top-Thema der AfD, sie fordert eine rigide Migrationspolitik, will Energiekosten senken, Subventionen für erneuerbare Energien streichen, zur Kernenergie zurückkehren und wieder Erdgas aus Russland beziehen. Auch die Wirtschaftssanktionen gegen Moskau will die AfD aufheben.
Keine der etablierten Parteien will aktuell mit der AfD eine Koalition bilden. Jedoch kam es am 29. Januar 2025 im Bundestag erstmals zu einer Abstimmung eines durch die CDU-Fraktion eingebrachten Antrages zur Migrationspolitik, der nur durch die Stimmen der AfD eine Mehrheit erhielt. Für viele war das eine Zäsur. Die AfD gilt als rechtsextremistischer Verdachtsfall und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gilt sie als gesichert rechtsextremistisch. In den Umfragen liegt die AfD im Schnitt bei knapp über 20 Prozent und damit auf Rang zwei hinter CDU/CSU und klar vor SPD und Grünen.