PEN: vom Club der Dichter zum Kampf für die Meinungsfreiheit

Michael Landgraf ist Generelsekretär der Autorenvereinigung PEN. In SWR1 Leute spricht er unter anderem darüber, wieso die Vereinigung politisch sein muss.

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Stand

Freiheit von Kultur und freie Meinungsäußerung oberstes Ziel

Michael Landgraf ist der Generalsekretär der Autorenvereinigung PEN. Die Abkürzung steht für "Poets, Essayists, Novelists" (Lyriker, Essayisten, Schriftsteller). PEN setzt sich laut ihrer Charta für den Schutz und die Freiheit von Kultur ein. Ungehinderter Gedankenaustausch und freie Meinungsäußerung werden von ihr national und international vertreten. Somit hat PEN laut Landgraf in seiner 100-jährigen Geschichte in Deutschland auch immer eine politische Aufgabe gehabt.

Wir haben die Aufgabe in der Welt, dass wir für Kolleginnen und Kollegen einstehen, denen es irgendwo nicht gut geht, aber auch für das literarische Leben in Deutschland zu sorgen.

Autorenvereinigung PEN: Doppelmitgliedschaft in AfD unvereinbar

Mit dem Unterschreiben der Charta gehe die Verpflichtung einher, nicht nur für den Frieden in der Welt einzutreten, sondern vor allen Dingen auch gegen Hass und Hetze. Zuletzt beschloss die Schriftstellervereinigung einstimmig, dass eine Doppelmitgliedschaft im PEN-Zentrum Deutschland und in der AfD unvereinbar sei. Die politischen Ziele beider Seiten stünden sich diametral entgegen, wurde die Entscheidung begründet. Zwar werde auch unter den Autorinnen und Autoren die Entwicklungen bezüglich Meinungsfreiheit auf verschiedene Art diskutiert. Aber:

Gleichzeitig spüre ich auch dadurch, dass die Debatte möglich ist, gibt es bei uns ein ganz anderes Standing, was Meinungsfreiheit anlangt.

Michael Landgraf erklärt in SWR1 Leute die Entwicklung des PEN: vom Club der Dichter zur weltweit engagierten Organisation.

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