Ex-Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger

Die ehrliche Haut im Auftrag der Demokratie

25 Jahre lang hat Thomas Krüger die Bundeszentrale für politische Bildung geprägt – mit großem Engagement für die Demokratie und Mut zu neuen Formaten.

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Stand

Als evangelischer Theologe war Thomas Krüger Bürgerrechtler in der DDR, war Teil der kirchlichen Friedens- und Oppositionsbewegung und setzte sich offen für Grundrechte, wie Presse- und Meinungsfreiheit ein. Krüger war Gründungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP) und saß nach der Wiedervereinigung für die SPD im Bundestag. Dafür zog er regelrecht blank: Nackt posierte er auf Wahlplakaten unter dem Motto "Eine ehrliche Haut". 

Der Berliner Jugendsenator Thomas Krüger, SPD, präsentiert am 15.8.1994 in Berlin sein Wahlplakat für die Bundestagswahl, auf dem er unbekleidet abgebildet ist.
Der Berliner Jugendsenator Thomas Krüger, SPD, präsentiert am 15.8.1994 in Berlin sein Wahlplakat für die Bundestagswahl, auf dem er unbekleidet abgebildet ist.

Im vergangenen Sommer verabschiedete sich Krüger in den Ruhestand, nachdem er zuletzt 25 Jahre lang als Präsident die Bundeszentrale für politische Bildung leitete. In dieser Zeit entstand etwa das Angebot des Wahl-O-Maten. Das demokratische Gemeinwesen, die freie politische Willensbildung und politische Partizipation waren ihm dabei immer sehr wichtig. In SWR1 Leute verrät Thomas Krüger, welche Herausforderungen er in den vergangenen 25 Jahren gemeistert hat, welche Diskussionen aber auch noch weitergeführt werden sollten.