"Es wird größere Einschnitte geben"

Finanzinvestor oder Abwicklung? Entscheidung bei Mannheimer Eichbaum-Brauerei steht bevor

Bei der insolventen Mannheimer Brauerei Eichbaum zeichnet sich eine Entscheidung über die Zukunft ab. Sollte ein Investor einsteigen, fallen mehr Stellen weg als erwartet.

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Stand

Bei der insolventen Mannheimer Brauerei Eichbaum würde im Falle einer Rettung der Stellenabbau deutlich größer ausfallen als ursprünglich erwartet. Das bestätigte die Geschäftsführung des Unternehmens auf SWR-Anfrage. Zuerst hatte der Mannheimer Morgen berichtet. Von den fast 300 Mitarbeitern könnten dann nur etwa 100 gehalten werden. Die Entscheidung, ob die Rettung von Eichbaum durch den Einstieg eines Investors gelingt, wurde auf Montag vertagt. Dann trifft sich erneut der Gläubigerausschuss.

Es wird einen weiteren Abbau geben, um zu überleben.

Gewerkschaft NGG sieht drohenden Stellenabbau kritisch

Der angekündigte Stellenabbau treffe die Belegschaft hart, teilte Stephanie Albicker von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf SWR-Anfrage mit.

Hinter jeder drohenden Kündigung stehen Menschen, Familien und Existenzen - das darf bei allen Überlegungen nicht aus dem Blick geraten.

Deshalb sei es entscheidend, dass die Folgen für die Betroffenen sozial abgefedert werden, insbesondere durch das Einsetzen einer Transfergesellschaft, so die Sprecherin weiter. Gleichzeitig sei klar, dass der Erhalt des Standorts hohe Priorität habe. "Dafür braucht es ein tragfähiges und verantwortungsvolles Zukunftskonzept", so Albicker.

Rettung der Brauerei durch einen Finanzinvestor?

Nach SWR-Informationen gibt es derzeit zwei Optionen für Eichbaum: Zum einen der Einstieg eines nicht näher benannten Finanzinvestors. Dieser soll den Verbleib der Brauerei und auch der Marke Eichbaum sichern. In diesem Fall würde wohl in weitere Sparten investiert werden - zum Beispiel in den Bereich "Ready to Drink", also alkoholhaltige und alkoholfreie Mischgetränke. Ziel sei es außerdem, ein Getränkevollsortiment zu entwickeln.

Ich sehe eine sehr gute Chance für ein Fortführungsszenario.

Eichbaum-Insolvenz: Gläubigerversammlung Ende März

Das zweite Szenario wäre eine Abwicklung des Unternehmens und somit das Aus der Brauerei. Letzte Gewissheit über das Schicksal von Eichbaum gibt es dann am kommenden Dienstag (24. März), wenn die Gläubigerversammlung abschließend abstimmt. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Mannheimer Brauerei Eichbaum einen Insolvenzantrag gestellt, im Januar wurde das Verfahren offiziell eröffnet.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Sarah Hennings
Sarah Hennings, SWR Studio Mannheim
Vuk Dajović
Vuk Dajović

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