Gründung einer Rheinbrückengesellschaft

Mannheim und Ludwigshafen: Abriss, Neubau und Sanierung der Brücken soll gemeinsam gestemmt werden

Die Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen sind marode und müssen saniert werden. Deshalb wollen beide Städte jetzt ihre Kräfte bündeln.

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Von Autor/in Leonard Stern

Die Rheinbrücken sind die Hauptschlagadern der Region. Das betont Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU). Sie sind zwei wichtige Verbindungsachsen für den Güter- und Personenverkehr und halten die Metropolregion zusammen.

Aber sie sind auch beide marode. Sowohl die Konrad-Adenauer-Brücke von 1959 als auch die Kurt-Schumacher-Brücke von 1972 sind - wie viele Brücken in Deutschland - sanierungsbedürftig. Die beiden großen Rheinbrücken sind in die Jahre gekommen und können deshalb momentan nur noch eingeschränkt genutzt werden.

Rheinbrücken: Sanierung und Neubau kostet wohl über 360 Millionen Euro

Die Kurt-Schumacher-Brücke soll in den nächsten Jahren saniert werden. Die Konrad-Adenauer-Brücke muss größtenteils sogar abgerissen und neugebaut werden, so Mannheims Oberbürgermeister Specht. Es soll unbedingt vermieden werden, beide Brücken zeitgleich sperren zu müssen. Daher werde man zunächst die Kurt-Schumacher-Brücke sanieren und sich anschließend an die deutlich komplexere Aufgabe an der Konrad-Adenauer-Brücke machen.

Specht schätzt die Sanierungskosten für beide Brücken aktuell auf mehr als 360 Millionen Euro. Um das finanziell zu stemmen, soll die “Rheinbrückengesellschaft Mannheim-Ludwigshafen“ gegründet werden.

Björn Berlenbach (Geschäftsführer Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen), Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) und Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) bei der Pressekonferenz zur Gründung der Rheinbrückengesellschaft
Björn Berlenbach (Geschäftsführer Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen), Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) und Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) bei der Pressekonferenz zur Gründung der Rheinbrückengesellschaft

Mannheim und Ludwigshafen bündeln Kräfte

Allein der Neubau der Konrad-Adenauer-Brücke werde bei ungefähr 300 Millionen Euro liegen, so Specht. Um das zu bewältigen, brauche es einen Schulterschluss zwischen Ludwigshafen und Mannheim. Ludwigshafen habe Erfahrung durch die Hochstraßensanierung gemacht. Davon könne auch Mannheim profitieren.

Personal, Wissen und Ressourcen müssten gebündelt werden, so Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos). Die neue Rheinbrückengesellschaft ermögliche auch eine bessere Abstimmung zwischen den beiden Städten. Sanierung und Neubau der beiden Rheinbrücken sollen damit “ schneller, verlässlicher und professioneller“ umgesetzt werden.

Rheinbrückengesellschaft soll Sitz in Ludwigshafen haben

Neben der Stadt Mannheim und der Stadt Ludwigshafen wird auch die Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen (BPG) Teil der Rheinbrückengesellschaft werden. Die gemeinsame Gesellschaft wird ihren Sitz in Ludwigshafen haben. Nach dem Ludwigshafener Stadtrat hat jetzt auch der Mannheimer Gemeinderat dafür gestimmt. Damit kann die neue Rheinbrückengesellschaft zum 1. Januar 2026 gegründet werden.

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Leonard Stern
Leonard Stern lächelt in die Kamera. Er ist multimedialer Reporter im SWR Studio Mannheim.

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