Neue Studie der Universitäten Tübingen und Bonn

"Hangry" sein: Wie Hunger unsere Stimmung beeinflusst

Wenn der Magen "knurrt", hat man nicht gleich schlechte Laune. Nur wer den Hunger wahrnimmt, könnte "hangry" werden. Das zeigt eine neue Studie der Universitäten Tübingen und Bonn.

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Von Autor/in Klara Keuthen

Wenn Menschen hungrig sind, bekommen sie oft schlechte Laune. Umgangssprachlich wird das "hangry" genannt - eine Mischung aus "hungry" und "angry". Dieser Zusammenhang zwischen hungrig und wütend entsteht aber nicht durch das körperliche Hungergefühl. Die schlechte Laune kommt erst, wenn Hunger bewusst wahrgenommen wird. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Universitäten Tübingen und Bonn.

Messen, wann Menschen "hangry" werden

Für die Studie haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 90 Menschen mit einem Glukosesensor ausgestattet, der den Blutzucker dauerhaft misst. Zusätzlich haben die Teilnehmenden Fragen zu ihrem Hungergefühl über eine Smartphone-App beantwortet. "Wenn der Glukosewert sinkt, verschlechtert sich auch die Stimmung. Aber dieser Effekt entsteht nur, weil die Menschen sich dann auch hungriger fühlen", erklärt Kristin Kaduk von der Universitätsklinik Tübingen. "Das heißt: Nicht der Glukosewert selbst hebt oder senkt die Stimmung, sondern wie stark wir diesen Energiemangel bewusst wahrnehmen."

Psychische Stabilität statt schlechter Laune

Die Studie der Universitäten Tübingen und Bonn soll ein verbessertes Verständnis für den Zusammenhang von Psyche und Stoffwechsel bieten. Ein gutes Gespür für körpereigene Signale zu haben, scheine dabei zu helfen, emotionale Stabilität zu bewahren, erklärt Nils Kroemer vom Universitätsklinikum Tübingen. Das kann bei Erkrankungen wie Depressionen oder Adipositas helfen. 

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Klara Keuthen
Klara Keuthen ist Reporterin für Social Media, Online, Hörfunk und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen .

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