Liegenschaften der Streitkräfte

Bundeswehrgelände in Ulm und Ellwangen - Doch keine Umwandlung in Wohnraum?

In Ellwangen und Ulm sollte Wohnraum auf Bundeswehrgelände entstehen. Jetzt wollen die Streitkräfte das Land zurück. Dabei sind die Bebauungspläne teils schon auf der Zielgeraden.

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Von Autor/in Justus Madaus

Die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA) in Ellwangen (Ostalbkreis) liegt auf ehemaligem Bundeswehrgelände. Eigentlich sollte hier ein neuer Stadtteil namens "Ellwangen Süd" entstehen, mit Wohnungen für 1.800 Menschen. Doch die Bundeswehr will das Areal vorerst behalten. Sie prüft, ob es künftig wieder militärisch genutzt werden kann. Der Stadt Ulm geht es mit der Bleidorn-Kaserne ähnlich.

Ellwangen hält an Bauplänen fest

Das ehemalige Bundeswehrgelände bei Ellwangen ist groß. Im sogenannten historischen Bereich steht kaum ein Gebäude leer. Arztpraxen, ein Jugendzentrum und eine Europäische Ausbildungsakademie haben dort Platz gefunden. Auch dem Gelände weiter südlich will die Stadt Ellwangen wieder Leben einhauchen.

In Ellwangen ist das Militärgelände in mehrere Bereiche aufgeteilt. Der historische Bereich wird bereits zivil genutzt, der technische Bereich steht leer. Am Gelände auf dem Hungerberg haben jetzt sowohl die Stadt als auch die Bundeswehr Interesse.
In Ellwangen ist das Militärgelände in mehrere Bereiche aufgeteilt. Der historische Bereich wird bereits zivil genutzt, der technische Bereich (lange Gebäude in der Bildmitte) steht leer. Am derzeitigen LEA-Gelände auf dem Hungerberg haben jetzt sowohl die Stadt als auch die Bundeswehr Interesse. Pressestelle Stadt Ellwangen Kultur-, Presse- und Touristikamt

Auf dem Hungerberg ist noch bis Ende des Jahres die LEA untergebracht. Für die Zeit danach gibt es bereits konkrete Bebauungspläne. Die sind teils schon durch den Gemeinderat gegangen. "Wir sind sozusagen auf der Zielgeraden unserer Planungen", heißt es von Oberbürgermeister Michael Dambacher (parteilos). Die Stadt will weiter an den Plänen zur Wohnbebauung festhalten.

Bundeswehr will noch dieses Jahr prüfen

Wie genau es weitergeht, ist noch unklar. Noch dieses Jahr will die Bundeswehr das Gelände prüfen und entscheiden, ob sie das Gebiet erneut militärisch nutzen will. Einer geteilten Nutzung, also sowohl zivil als auch militärisch, steht die Stadt skeptisch gegenüber.

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Auf dem Gelände der Bleidorn-Kaserne in Ulm sollten künftig Wohnungen entstehen. Diese Pläne sind jetzt geplatzt.

Kein Wohnraum in Bleidorn-Kaserne in Ulm

Auch für das Gelände der Bleidorn-Kaserne in Ulm war neuer Wohnraum geplant. Die Pläne waren allerdings weitaus weniger konkret als die in Ellwangen.

Hier steht aber schon fest: Die Umwandlung zur zivilen Nutzung ist aufgehoben, so Oberbürgermeister Martin Ansbacher (SPD). "Das hat sich erledigt. Das ist bedauerlich, weil wir natürlich bezahlbaren Wohnraum brauchen. Aber natürlich verstehen wir es, wenn sich die Sicherheitslage verändert hat."

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