Es ist ein eiskalter Frühling im Jahr 1700 und mitten im Mai fällt Schnee. Die Menschen der Gemeinde Pendach sind sich sicher, dass der Teufel und seine Gehilfinnen hinter dem Wetterchaos, den Ernteausfällen und der Hungersnot stecken.
In dieser Zeit erfährt die fromme Nonne Agathe aus dem Kloster Heiligenstift, dass Alois, ein ehemaliges Findelkind des Klosters, seit Tagen aus Pendach verschwunden ist. Agathe ist sich sicher, dass der Junge in Gefahr ist und macht sich auf die Suche nach ihm. Sie bittet das Pflegegericht Pendach um Unterstützung, doch für ein verschwundenes Kind hat die Justiz, in Gestalt von Dr. Schwarz, keine Zeit. Denn Schwarz ist zu sehr beschäftigt damit, Hexen zu jagen – gerade erst hat er eine auf den Scheiterhaufen gebracht.
Und so ermittelt Agathe auf eigene Faust. Ein rasanter Wettlauf beginnt. Dabei wird Agathe von düsteren Eingebungen geplagt, die sie innerlich erschüttern. Sie fragt sich: Auf welcher Seite stehe ich? Bin ich selbst vom Teufel besessen? Wie weit kann ich gehen, um Alois zu finden?
„Die Hexe von Pendach“ ist eine Hörspielserie mit True Crime Faktor und Mystery Elementen. Eingebettet in der sogenannten „Kleinen Eiszeit” der Frühen Neuzeit, erzählt die Serie von historischen Begebenheiten wie den Zauberbubenprozessen im Alpenland und der „Hexenfrage” zu Beginn der Aufklärung. Vor diesem Background entfaltet sich die Geschichte einer mutigen jungen Frau, die zwischen Glauben und Aberglauben ihren eigenen Weg findet. Den Weg der Menschlichkeit.
Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher
Mit: Henriette Nagel, Christiane Roßbach, Jeremias Meyer, Christoph Franken u. v. a.
Komposition: Ulrike Haage
Regie: Pauline Seiberlich
ARD 2026