Ein Junge von etwa 12 Jahren durchstreift mit drei Freunden eine für den Abriss vorgesehene Schrebergartenkolonie. In einer der alten Gartenlauben entdecken sie ein Loch, tiefschwarz und scheinbar bodenlos. Sie untersuchen es, sie werfen Steine hinein, hören aber keinen Aufprall, sie leuchten hinein, das Licht wird verschluckt. Der Junge greift hinein und spürt, dass dieses Loch nach allem, was er weiß, so nicht in der Welt sein dürfte. Es lässt ihn nicht mehr los, er kann nicht schlafen in dieser Nacht.
Er packt eine Taschenlampe und ein Seil und geht zurück zur Hütte, um herauszufinden, was es mit diesem Loch auf sich hat.
Doch beim Abseilen verliert er den Halt. Er fällt, aber er schlägt nie auf. Stattdessen beginnt er sich aufzulösen, doch je mehr er sich verliert desto mehr nimmt er eine andere Welt wahr. Er ist nicht alleine in dieser vollkommenen Dunkelheit.
Die Klangwelt dieses binaural produzierten Hörspiels kommt mit Kopfhörern am besten zur Geltung.
Henrik von Holtum, besser bekannt als Textor, ist Musiker, Autor und Radiokünstler. Als Rapper und Produzent der Hip-Hop-Formation Kinderzimmer Productions prägt er seit den 1990er-Jahren die deutschsprachige Musikszene mit einem unverwechselbaren Stil zwischen präziser Sprache und musikalischer Experimentierfreude. Neben seiner Musik entwickelt er Hörstücke und Radio-Features für Sender wie SWR, WDR und Deutschlandfunk und schreibt unter anderem für die taz.
Ausgebildet am Kontrabass und heute Dozent an der Folkwang Universität der Künste, verbindet er musikalisches Können mit literarischem Gespür.
Mit: Isaak Dentler und Anne Müller
Komposition und Regie: Henrik von Holtum
Produktion: SWR 2026 – Premiere
ARD Sounds ARD Hörspiel-Speicher
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