Geboren und aufgewachsen im Sendegebiet (im schönen Waghäusel, Vielen wahrscheinlich ausschließlich bekannt durch das braune Autobahnschild zur Eremitage) führte ihr Weg vergleichsweise früh zu SWR Kultur.
Schon während ihres Studiums der Germanistik und Medienwissenschaften war für sie klar, dass sie sich nicht mit Kultur aus der Distanz beschäftigen wollte. Das Internet war für sie der naheliegendste Ort für genau diese Art von Nähe und Unmittelbarkeit.
Ursprünglich war SWR Kultur nur als Zwischenstation geplant – der Job war die Gelegenheit, genau das zu tun, was sie zeitlebens reizte: Kultur zu erleben, zu kommentieren und mitzugestalten.
Dass das Internet zu dieser Zeit oft noch als Nebenbei-Medium betrachtet wurde, hat sie eher bestätigt als abgeschreckt. Für sie war es schon damals das Gegenteil: schnell, unmittelbar, ständig in Bewegung, ein bisschen so wie sie selbst.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie sich bevorzugt und in jeder freien Minute dort bewegt, wo es ähnlich zugeht: auf Konzerten, auf Festivals, zwischen Bühne und Wellenbrecher. Wo andere die Erholung in der Natur suchen, findet sie ihre Ruhe im Moshpit.
Ihr thematisches Zuhause liegt auch genau da, nämlich in Rock und Metal, gerne jenseits der Zimmerlautstärke und mit all seinen Facetten. Frei nach Grönemeyer: Musik ist für sie dann am besten, wenn sie laut ist.
Dass diese Felder von der Hochkultur gelegentlich belächelt werden, nimmt sie gelassen. Sie interessiert sich weniger für kulturelle Einordnungen als für die Frage, was Menschen tatsächlich berührt. Und das passiert selten im Stillstand.
Parallel dazu ist sie als Moderatorin, Reporterin und Autorin in einer großen deutschen Musikcommunity aktiv. Netzkultur ist für sie deshalb kein Randthema, sondern zentraler Bestandteil ihres Arbeitens. Als Kind der 90er-Jahre und damit Digital Native aufgewachsen mit Foren und digitalen Subkulturen, versteht sie das Internet weniger als Gegenwelt denn als deren ungefilterten Kommentarbereich.
Wenn sie nicht gerade unterwegs ist oder online diskutiert, schaut sie Serien. Für sie sind sie die konsequentere Form des Erzählens: weniger verdichtet, dafür tiefer, ausschweifender, näher an Figuren und Entwicklungen. Hot Take: Ein guter Film ist ein Abend, eine gute Serie eine längere Beziehung.
Dem Sendegebiet ist sie bis heute eng verbunden. Im Vereinsleben engagiert sie sich besonders im Brauchtum rund um die Fastnacht. Bei SWR Kultur ist nach ihrem Studium dann doch unverhofft hängengeblieben: Weil sie sich irgendwo zwischen Feuilleton und Festivalgelände ganz gut eingerichtet hat.