Im Leib der Diktatur
Die Kurdin Gulistan sucht ihren Mann Çîya. Der wurde entführt und soll ein Double Saddam Husseins werden. Mit zunehmender Verzweiflung zerfällt Gulistan die Sprache. Für dieses Sprachkunstwerk war Karosh Taha für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie ist zu Gast in der Sendung.
Karosh Taha erzählt in „Gulistan“ von irakischen Kurden
Zwitschern zwischen Orangen
In „Täuschung“ erzählt Adania Shibli vom beengten und bedrängten Leben der Palästinenser im Westjordanland. Im Zentrum stehen eine Studentin und ein Strandreiniger, der von einem sonderbaren Zwitscherer begleitet wird. Wer ist das? Nein, kein Vogel!
Zwitschern im Land der traurigen Orangen: Adania Shiblis neuer Roman „Täuschung"
„Erst verdoppelt, dann verdreifacht“
Englische Literatur boomt in deutschen Buchläden. Viele Buchläden bauen daher ihr Sortiment aus. Die Zielgruppe ist jung und polyglott. Besonders beliebt sind Klassiker, aber auch Romantasy-Schmöker. Davon berichtet Christine Schneider von Bücher Bender in Mannheim.
Englische Literatur im deutschen Buchhandel: „Erst verdoppelt, dann verdreifacht“
Mit dem Messer erzählen
Einst erzählten sich junge Frauen aus Alaska ihre Geschichten mit einem Geschichtenmesser. Damit zeichneten sie Storys in den Schnee. Solche Messer findet man auch in den Sammlungen der Berliner Museen. In „Dem Messer die Klinge nehmen“ setzt sich Cristina Rivera Garza kritisch mit der kolonialen Sammlung auseinander.
70 Seiten Genre-Mix: „Dem Messer die Klinge nehmen" von Cristina Rivera Garza
Alle heißen Susan
Ein Tag in einem nordamerikanischen Nagelstudio. Viele Kunden kommen zu Facials und Waxing. Bedient werden sie von Laotinnen, die identisch aussehen und alle Susan heißen müssen. Deswegen heißt Souvankham Thammavongsas Roman auch „Frag nach Susan“. Eine Milieustudie mit satirischen Elementen.
Sie heißen Susan und sehen alle gleich aus: Roman „Frag nach Susan“ von Souvankham Thammavongsa