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„Erst verdoppelt, dann verdreifacht“ – von Doubles und Lookalikes

Mit neuen Büchern von Karosh Taha, Adania Shibli, Cristina Rivera Garza, Souvankham Thammavongsa und einem Gespräch über englische Literatur im Buchhandel

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Im Leib der Diktatur

Die Kurdin Gulistan sucht ihren Mann Çîya. Der wurde entführt und soll ein Double Saddam Husseins werden. Mit zunehmender Verzweiflung zerfällt Gulistan die Sprache. Für dieses Sprachkunstwerk war Karosh Taha für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie ist zu Gast in der Sendung.

Zwitschern zwischen Orangen

In „Täuschung“ erzählt Adania Shibli vom beengten und bedrängten Leben der Palästinenser im Westjordanland. Im Zentrum stehen eine Studentin und ein Strandreiniger, der von einem sonderbaren Zwitscherer begleitet wird. Wer ist das? Nein, kein Vogel!

„Erst verdoppelt, dann verdreifacht“

Englische Literatur boomt in deutschen Buchläden. Viele Buchläden bauen daher ihr Sortiment aus. Die Zielgruppe ist jung und polyglott. Besonders beliebt sind Klassiker, aber auch Romantasy-Schmöker. Davon berichtet Christine Schneider von Bücher Bender in Mannheim.

Mit dem Messer erzählen

Einst erzählten sich junge Frauen aus Alaska ihre Geschichten mit einem Geschichtenmesser. Damit zeichneten sie Storys in den Schnee. Solche Messer findet man auch in den Sammlungen der Berliner Museen. In „Dem Messer die Klinge nehmen“ setzt sich Cristina Rivera Garza kritisch mit der kolonialen Sammlung auseinander.

Alle heißen Susan

Ein Tag in einem nordamerikanischen Nagelstudio. Viele Kunden kommen zu Facials und Waxing. Bedient werden sie von Laotinnen, die identisch aussehen und alle Susan heißen müssen. Deswegen heißt Souvankham Thammavongsas Roman auch „Frag nach Susan“. Eine Milieustudie mit satirischen Elementen.

Falscher Umschlag? Von Nabokov bis Jelinek: Wenn Buchcover in die Irre führen

Verlage gestalten Umschläge so, dass sie sich gut verkaufen. Doch was, wenn sie falsche Erwartungen wecken? Fünf Romane, deren Cover vom Text abweicht.

Frankfurt am Main

Deutscher Buchpreis 2026 Eine passable Shortlist – mit einer Fehlentscheidung

Aus einer schwachen Longlist hat die Jury des Deutschen Buchpreises eine überzeugende Auswahl gemacht. Doch eine Entscheidung bleibt schwer verständlich, findet Christoph Schröder.

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Die digitale Ablenkung bedroht auch die tschechische Lesekultur. Die Schulen steuern dagegen und nutzen dafür die Lesetagebücher, die oft über Generationen weitergegeben werden.

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Moderator/in
Katharina Borchardt
Literatur-Redakteurin und Moderatorin Katharina Borchardt
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Katharina Borchardt