Einblick in die aktuelle Situation im Iran | Gespräch

„Die Repression ist schlimmer als vorher“: Maryam Aras über die Lage iranischer Autorinnen und Autoren

Nach dem kurzen Krieg mit Israel, geht das Regime in Iran noch härter gegen seine Kritiker vor. Darunter leiden auch Autorinnen und Autoren im Land.

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Stand

Repression und Alltag der Autor:innen

Iranische Autoren und Autorinnen sind von massiver Repression betroffen, ähnlich wie die gesamte Zivilbevölkerung, sagt Maryam Aras. Nach dem israelischen Angriff wurden etwa 1500 Menschen festgenommen, darunter viele Kulturtätige.

Besonders gefährdet sind jene, die sich online kritisch äußern. Viele sitzen aktuell im Gefängnis, oft unter unklaren und schlechten Bedingungen.

Zensur ist allgegenwärtig und unberechenbar

Die „Schere im Kopf“ begleitet viele Schreibende, da die roten Linien sich ständig verschieben. Manuskripte werden erst nach Fertigstellung geprüft, was für Verlage, Autoren und Autorinnen große Unsicherheit bedeutet. Viele wenden sich daher vom offiziellen Buchmarkt ab und publizieren stattdessen online oder im Untergrund.

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Iranische Literatur in Deutschland wenig beachtet

Iranische und persischsprachige Literatur erhält in Deutschland wenig Aufmerksamkeit. Es gibt nur wenige Übersetzungen, obwohl es eine große Vielfalt an Gegenwartsliteratur gibt. Die Übersetzungsarbeit leisten meist kleine, idealistische Indie-Verlage, wie etwa der Sujet Verlag aus Bremen.

Ein Buchtipp für den Urlaub

Maryam Aras empfiehlt den Kurzgeschichtenband „An den Regen“ von Faribā Vafī: Die Autorin beschreibt in einer klaren, poetischen Sprache Frauen- und Familienbeziehungen unter den schwierigen Bedingungen des iranischen Alltags. Kurzgeschichten sind im Iran besonders beliebt und eignen sich laut Aras hervorragend als Urlaubslektüre.

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Erstmals publiziert am
Stand
Das Gespräch führte
Theresa Hübner
Gespräch mit
Maryam Aras