Georg-Büchner-Preis 2025

Warum Ralf Rothmann mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet werden sollte

Wer erhält den Georg-Büchner-Preis 2025?

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Von Autor/in Christoph Schröder

Mein Name ist Christoph Schröder. Ich bin Literaturkritiker und Mitarbeiter der SWR Kultur-Literaturredaktion.

Mein Favorit auf den Preis ist Ralf Rothmann. Im Mai ist er 72 Jahre alt geworden; es wird also dringend Zeit. Und sein vor wenigen Wochen veröffentlichter Erzählungsband „Museum der Einsamkeit“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass Rothmann den Preis verdient hat.

Seit 1991, seit seinem herausragenden Debütroman „Stier“, schreibt Rothmann zuverlässig wunderbare Romane und Erzählungsbände. Geboren wurde er in Norddeutschland, aufgewachsen ist er im Ruhrgebiet als Sohn eines Bergmanns. Er hat eine Maurerlehre absolviert, ist kein Akademiker. Das stört manche.

Aber ich finde in Rothmanns Texten große Schönheit und überraschende Epiphanien des Alltags. So derangiert seine Figuren manchmal auch sein mögen, so selbstverständlich verleiht Rothmann ihnen Würde und Glanz.

Zudem spiegelt sich in diesen Figuren, gerade in den schweigsamen Malochern der 60er-Jahre, eindrucksvoll und unausgesprochen das Trauma einer ganzen Generation. Rothmann schreibt fortlaufend an einer literarischen, poetisch getönten Chronik dieses Landes.

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