Später kamen noch Posaune und Klavier hinzu und das Studium der Jazz-Posaune in Berlin, Luzern, Leipzig und Barcelona. Nun hat die in Berlin lebende Bandleaderin mit ihrem Quintett „ALLOY“ ihr erstes Album mit dem Titel „Running and Belonging“ veröffentlicht.
„Running and Belonging“ aus dem Album ALLOY von Marleen Dahms
Album-Tipp Jazz Großartige Begegnung zweier Altmeister: „Memories Of Home“ von John Scofield & Dave Holland
John Scofield und Dave Holland zählen zu den renommiertesten Künstlern des Jazz – der Gitarrist und der Kontrabassist kennen sich seit über vierzig Jahren und sie haben schon in vielen Projekten zusammengespielt. Doch als Duo haben sie erst vergleichsweise spät zusammen gefunden.
„Memories Of Home“ ist ihr erstes gemeinsames Album, auf dem die beiden die musikalische Sozialisation der 1960er Jahre hörbar aufleben lassen. Egal in welchem Genre sich John Scofield und Dave Holland bewegen - sie verstehen es stets mit Leben zu füllen. Es macht große Freude, dieser Unterhaltung zweier Altmeister beizuwohnen - meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.
Album-Tipp Jazz Changing Perspectives – Rebecca Trescher lässt im Quartett mehr Raum
Die Klarinettistin und Komponistin ist es gewohnt, Ensembles zu leiten. Für die neue, kleinste Besetzung ihrer Formationen hat sie sich drei besonders vertraute Personen ins Studio geholt: musikalisch und persönlich. Das Quartett ermöglicht eine größere Flexibiliät der einzelnen Musiker und lässt ungewohnt viel Raum für Unvorhergesehenes. Fast kammermusikalisch wirken manche Stellen, dann wirkt die Band fast wie ein Sinfonieorchester. Das kommt Rebecca Trescher sehr entgegen, denn sie liebt klassische Musik. Unsere Musikredakteurin, Fanny Opitz, empfiehlt das Album uneingeschränkt und verspricht ein ganz neues Hörerlebnis im musikalischen Universum der Rebecca Trescher.
Album-Tipp Jazz „Songbook“ – Kenny Barron
Als Begleitmusiker hat der Pianist Kenny Barron über viele Jahrzehnte den Jazz geprägt. Von seinem unverwechselbaren, einfühlsamen Spiel ließen sich Musiker wie Roy Haynes, Lee Morgan oder Dizzy Gillespie inspirieren. Doch nicht nur als Begleiter, sondern auch als Solist und Bandleader hat sich der heute 82-jährige US-amerikanische Jazz-Pianist und Komponist einen Namen gemacht. Für sein jüngstes Album „Songbook“ hat er prominente Sängerinnen und Sänger gebeten, Stücke für ihn und sein Trio zu interpretieren. Dieser Bitte ist auch Janice Jarrett nachgekommen, die seit über vierzig Jahren für Barrons Stücke Texte schreibt – wovon er zunächst gar nichts wusste. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Album, über dessen Hintergründe Niklas Wandt mit Kenny Barron gesprochen hat.