Alex Riel habe einen großen Einfluss auf ihn und seine Musik gehabt, sagt Stefan Pasborg, sei aber auch immer offen gewesen für Neues und für die musikalischen Sichtweise seines Patensohnes. Genauso ist diese Aufnahme gestaltet: „Dear Alex“. Eingespielt an einem einzigen Tag, zollt sie Riel großen Respekt, findet aber auch eine ganz eigene Sprache. und wird vom SWR-Jazzexperten hochgelobt.
„Smile“ aus dem Album „Dear Alex“ vom Stefan Pasborg Trio
Album Tipp Jazz Brandee Younger: „Gadabout Season“
Jazz-Harfenistinnen sind rar. Berühmt geworden sind Dorothy Ashby und Alice Coltrane - und nun auch noch Brandee Younger. Über ihr neues Album sagt die Musikerin: „Gadabout Season spiegelt eine Reise wider – die Suche nach Bedeutung und Schönheit inmitten der komplexesten Momente des Lebens. Aus denen gehen wir schlussendlich meistens mit einem tieferen Selbstverständnis hervor, wenn wir uns ihnen stellen“. Brandee Youngers Sound ist schillernd und klar, sie setzt auch Elektronik ein, die eine afro-futuristische Atmosphäre schaffen, meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.
Feinsinniger Dialog zwischen Trompete und Kora „SARGAL" von Volker Goetze & Ali Boulo Santo Cissoko
Ali Boulo Santo Cissoko spielt die Kora, eine Stegharfe - er zählt zu den westafrikanischen Griots, eine Berufsgruppe und Kaste. Die Griots bewahren als Dichter, Instrumentenbauer und Musiker die kulturelle Tradition Westafrikas und waren einst am Hofe der Könige zu Hause. Seit einiger Zeit arbeitet Ali Boulo Santo Cissoko auch mit dem deutschen Jazz-Trompeter Volker Goetze zusammen, der sich mit großem Respekt Cissokos Tradition nähert.
„SARGAL" heißt ihr neues Album, auf dem Welten miteinander verschmelzen: Westafrika und Jazz, Kora und Trompete, Erinnerung und Gegenwart. Ein feinsinniger Dialog, der überzeugt - meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.
Album Tipp Jazz „Trigger“ - Sharon Mansur
Klassik, mittelöstliche Musik, Progressive Rock, Metall und Electronica. Das sind die Rhythmen, von denen die israelische Pianistin Sharon Mansur fasziniert ist. Und als sie den Jazz für sich entdeckt, ist ihr sofort klar, dass es ohne Einflüsse aus Europa, dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten nicht geht. Schließlich gibt es, wie Sharon Mansur sagt, keine explizit traditionelle, israelische Musik, weil das Land so jung ist. Insofern ist es nur konsequent, dass ihr neues Album mit dem Titel „Trigger“ diese Vielfalt widerspiegelt.