Sie überzeugt auch als Bandleaderin und Komponistin. Die New Yorkerin ist daher gefragt, zuletzt war sie mit Popstar Harry Styles auf Tournee. „Another View“ besticht durch eine schwebende, ruhige und sehr transparente Atmosphäre. Für Musikredakteurin Julia Neupert ganz klar ein Album, das zu den Lieblingen 2025 gehört.
Album-Tipp Jazz Spiritueller Jazz mit multikulturellem Flair
Ein Mineral stand Pate für das neue Album „Selenites! Selenites!“ des finnischen Musikers Jimi Tenor. Die reine Form von Gips ist berühmt für seinen perlmuttartigen Glanz voller Wärme und Feierlichkeit. Sehr passend für diese Produktion, die in den weiten Wäldern von Jimis Heimat entstand. Der weitgereiste Tenor hat sich als Gast die ghanaische Sängerin Florence Adooni eingeladen, einer Künstlerin aus der Frafra-Gospel-Szene. Die entspannte Studioatmosphäre hat sich positiv auf die Musiker übertragen und unser Autor spricht eine eindeutige Empfehlung aus.
Album-Tipp Jazz Martin Streule Orchestra feat. Efrat Alony: Chamber Scenes
Es klingt wie ein filmisches Kammerspiel zwischen Jazz und Neuer Musik und ganz viel Drama, meint unsere Jazz-Kritikerin Fanny Opitz. Mit feinen Nuancen, musikalischer Raffinesse und klug gewählten Effekten, entsteht ein atmosphärischer Klang, der der Soundtrack für True Crime-Serien oder Detektivgeschichten sein könnte.
Album-Tipp Jazz Großartige Begegnung zweier Altmeister: „Memories Of Home“ von John Scofield & Dave Holland
John Scofield und Dave Holland zählen zu den renommiertesten Künstlern des Jazz – der Gitarrist und der Kontrabassist kennen sich seit über vierzig Jahren und sie haben schon in vielen Projekten zusammengespielt. Doch als Duo haben sie erst vergleichsweise spät zusammen gefunden.
„Memories Of Home“ ist ihr erstes gemeinsames Album, auf dem die beiden die musikalische Sozialisation der 1960er Jahre hörbar aufleben lassen. Egal in welchem Genre sich John Scofield und Dave Holland bewegen - sie verstehen es stets mit Leben zu füllen. Es macht große Freude, dieser Unterhaltung zweier Altmeister beizuwohnen - meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.