Mit feinen Nuancen, musikalischer Raffinesse und klug gewählten Effekten, entsteht ein atmosphärischer Klang, der der Soundtrack für True Crime-Serien oder Detektivgeschichten sein könnte.
„Snow Ballerina“ aus dem Album „Chamber Scenes“ vom Martin Streule Orchestra mit Efrat Alony
Album-Tipp Jazz „Running and Belonging“ – Marleen Dahms‘ ALLOY
Als Kind saß Marleen Dahms vor dem Fernseher und schaute die amerikanische Zeichentrickserie „The Simpsons“. Dort sah sie eine der Figuren Saxophon spielen und das hat sie so sehr beeindruckt, dass sie wenige Wochen später selbst damit anfing. Später kamen noch Posaune und Klavier hinzu und das Studium der Jazz-Posaune in Berlin, Luzern, Leipzig und Barcelona. Nun hat die in Berlin lebende Bandleaderin mit ihrem Quintett „ALLOY“ ihr erstes Album mit dem Titel „Running and Belonging“ veröffentlicht.
Album-Tipp Jazz Großartige Begegnung zweier Altmeister: „Memories Of Home“ von John Scofield & Dave Holland
John Scofield und Dave Holland zählen zu den renommiertesten Künstlern des Jazz – der Gitarrist und der Kontrabassist kennen sich seit über vierzig Jahren und sie haben schon in vielen Projekten zusammengespielt. Doch als Duo haben sie erst vergleichsweise spät zusammen gefunden.
„Memories Of Home“ ist ihr erstes gemeinsames Album, auf dem die beiden die musikalische Sozialisation der 1960er Jahre hörbar aufleben lassen. Egal in welchem Genre sich John Scofield und Dave Holland bewegen - sie verstehen es stets mit Leben zu füllen. Es macht große Freude, dieser Unterhaltung zweier Altmeister beizuwohnen - meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.
Album-Tipp Jazz Changing Perspectives – Rebecca Trescher lässt im Quartett mehr Raum
Die Klarinettistin und Komponistin ist es gewohnt, Ensembles zu leiten. Für die neue, kleinste Besetzung ihrer Formationen hat sie sich drei besonders vertraute Personen ins Studio geholt: musikalisch und persönlich. Das Quartett ermöglicht eine größere Flexibiliät der einzelnen Musiker und lässt ungewohnt viel Raum für Unvorhergesehenes. Fast kammermusikalisch wirken manche Stellen, dann wirkt die Band fast wie ein Sinfonieorchester. Das kommt Rebecca Trescher sehr entgegen, denn sie liebt klassische Musik. Unsere Musikredakteurin, Fanny Opitz, empfiehlt das Album uneingeschränkt und verspricht ein ganz neues Hörerlebnis im musikalischen Universum der Rebecca Trescher.